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Steuertipp Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung: Das sollten Sie jetzt beachten

Sind Sie im Jahr 2021 zur monatlichen Abgabe einer Umsatzsteuer-Voranmeldung verpflichtet, können Sie bis zum 10. Februar 2021 einen Antrag auf Dauerfristverlängerung stellen. Stimmt das Finanzamt zu, müssen die Sie die Umsatzsteuer-Voranmeldung immer erst einen Monat später als gesetzlich vorgeschrieben ans Finanzamt übermitteln.

Die Umsatzsteuer-Voranmeldung für Januar 2021 ist damit nicht bereits am 10. Februar 2021 zu übermitteln, sondern erst am 10. März 2021. Die Dauerfristverlängerung sorgt also zum einen für weniger Stress und zum anderen bekommen Sie eine zinslose Steuerstundung von einem Monat.

Erleichterung zur Sondervorauszahlung 2021

Normalerweis wird die Dauerfristverlängerung nur gewährt, wenn Sie zusätzlich eine Sondervorauszahlung in Höhe von 1/11 der Umsatzsteuerzahllast des Jahres 2020 pünktlich bis zum 10. Februar 2021 ans Finanzamt überweisen. Um die finanzielle Liquidität von Unternehmen zu stärken, verzichten die Finanzämter 2021 ausnahmsweise auf diese Zahlung.

Im Rahmen der Dauerfristverlängerung 2021 ist auf folgende Besonderheiten hinzuweisen:

  • Erstattungsantrag: Haben Sie die Sondervorauszahlung 2021 bereits ans Finanzamt überwiesen oder das Finanzamt hat die Zahlung abgebucht, können Sie einen Antrag auf Erstattung stellen. Das kann ein formloser Antrag sein oder der elektronische Vordruck zur Dauerfristverlängerung als Berichtigung mit einer „Null“ in dem Eingabefeld zur Sondervorauszahlung. Der Antrag auf Erstattung muss bis Ende März gestellt werden.
  • Quartalsangabe: Sind Sie zur vierteljährlichen Abgabe von Umsatzsteuer-Voranmeldungen verpflichtet, können Sie auch einen Dauerfristverlängerungsantrag beim Finanzamt stellen. Diesen Antrag erwartet das Finanzamt bis spätestens 10. April 2021. Eine Sondervorauszahlung ist bei Quartalsabgabe nicht vorgesehen.
Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.
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