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DHZ-Info Über 80 Jahre IFA – Von Röhrenrundfunkempfängern zum Flachbild-TV

Die IFA ist nach Veranstalterangaben die weltweit größte Messe für Unterhaltungselektronik und Elektrohausgeräte. Letzteres Segment ist dieses Jahr zum ersten Mal zu sehen. Aufgrund der Erweiterung der Leistungsschau um diese neue Produktgruppe wird der Titel Internationale Funkausstellung nicht mehr verwendet. Die Messe wird nur noch als IFA bezeichnet, auch weil diese Kurzform nach Angaben der Messe Berlin international besser kommunizierbar ist.

Die Geschichte der IFA beginnt im Dezember 1924 in Berlin unter dem damaligen Titel "Große deutsche Funkausstellung". Detektorgeräte und die ersten Röhrenrundfunkempfänger von mehr als 240 Ausstellern ziehen rund 180.000 Besucher an. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde die Messe jährlich ausgerichtet. Schwerpunkte waren Hörfunk und ab 1928 auch Fernsehvorführungen.

Nach dem Krieg wanderte die Funkausstellung in mehrere Städte: Düsseldorf (1950, 1953, 1955), Frankfurt (Main) (1957, 1959), Berlin (1961, 1963), Stuttgart (1965). 1967 kehrte die Funkausstellung dauerhaft auf das Berliner Messegelände unterm Funkturm zurück. Der verstorbene SPD-Politiker Willy Brandt (SPD) hatte auf der IFA im August 1967 per Knopfdruck das Farbfernseh-Zeitalter eröffnet.

Die IFA 1995 war nach Angaben der Veranstalter, der Messe Berlin sowie der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationslektronik, die erste Multimedia-Messe. Auch die folgenden Funkausstellungen unterstrichen den Anspruch, dass sich die Leitmesse der Unterhaltungselektronik auch zu einer Leistungsschau für Telekommunikation und Informationstechnologie weiterentwickelt hatte. Seit der IFA 2005 bestimmen vor allem große Flachbildschirme und das hochauflösende Fernsehen HDTV das Messegeschehen.

ddp

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