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Transporter ab 20.900 Euro Verkaufsstart des Toyota Proace: Kurze Maße, schwere Lasten

Transporter von Toyota fallen im deutschen Straßenbild bislang eher selten ins Auge. Mit dem neuen Proace, dessen Verkauf am 17. September startet, soll sich das ändern. Schon die Kompakt-Version kann eine Tonne laden.

Dabei setzt der weltgrößte Autobauer aus Japan auf die Zusammenarbeit mit dem PSA-Konzern. Und so rollt der neue Proace zusammen mit dem Peugeot Expert und dem Citroën Jumpy in Frankreich vom Band.

Den Kastenwagen gibt es in drei Längen, wobei sich Toyota vor allem von der neuen Kompakt-Version viel Aufmerksamkeit verspricht. Mit einer Gesamtlänge von nur 4.609 mm gilt der Transporter als kürzester seiner Gewichtsklasse und bietet sich damit besonders für den Einsatz in engen Großstädten an.

Ladelänge lässt sich erweitern - Proace bietet ein Ladevolumen von bis zu 5,1 Kubikmetern

Der kurze Radstand von 2,9 m ermöglicht einen Wendekreis von 11,3 m. Trotzdem schultert der Kompakte eine Nutzlast von bis zu einer Tonne und der Laderaum bietet Platz für zwei Euro-Paletten. Die Ladelänge von 2.162 mm lässt sich mit dem Smart-Cargo-System auf 3.324 mm erweitern.

Dahinter verbirgt sich ein Durchladesystem, das die Trennwand auf der Beifahrerseite zum Fahrerraum hin öffnet. Es ist auch für die längeren Versionen (L1 mit 4.959 mm Gesamtlänge und 1.000 kg Nutzlast sowie L2 mit 5.309 mm Gesamtlänge und 1.360 kg Nutzlast) erhältlich, allerdings wird dafür ein Aufpreis

Der neue Kleintransporter Toyota Proace im Detail

fällig. Durch den Längengewinn von 1,16 m können zum Beispiel SHK-Betriebe sechs drei Meter lange Rohre mit 12 cm Durchmesser im Laderaum transportieren, ohne sie auf das Dach schnallen zu müssen.

Mit geringer Dachhöhe in jedes Parkhaus

Ganz auf den Stadteinsatz eingestellt zeigt sich der Proace auch bei der Dachhöhe. Mit 1,9 m passt er in jedes Parkhaus. Wer jedoch mehr als 1.397 mm Ladehöhe benötigt, findet auch bei den längeren Versionen kein Angebot – den Toyota Proace gibt es nur in einer Dachhöhe.

Für den Antrieb stehen fünf Dieselmotoren mit einer Leistungsspanne von 95 bis 177 PS zur Verfügung, die mit einem Fünf- oder Sechs-Gang-Schaltgetriebe gekoppelt sind. Eine Automatikschaltung gibt es nur für die lange Version L2, deren Verkaufsstart Toyota für Anfang November angekündigt hat. Ein Allradantrieb sei nicht vorgesehen. Dafür soll der Proace ab 2017 auch als Fahrgestell zur Verfügung stehen.

Erste Testfahrt

Bei ersten Probefahrten im Umland von Warschau konnte der Proace mit einem gefälligen Fahrverhalten überzeugen. Das Testauto, ein Kastenwagen mit 115 PS, entwickelte genug Kraft, um sowohl im Großstadtverkehr als auch auf Landstraße und Autobahn gut mithalten zu können. Die relativ harte Federung gleicht gerade bei Beladung Fahrbahnunebenheiten gut aus und verhindert ein Aufschaukeln.

Toyota Proace

Etwas spärlich nimmt sich das Angebot an Ablagen im Cockpit aus. Die Rückenlehne des linken Sitzes der Doppelsitzbank lässt sich zwar ausklappen und für Schreibarbeiten nutzen, aber insgesamt bleiben einige Flächen ungenutzt. Auch der Griff des Schalthebels wirkt gewöhnungsbedürftig, andere sind da ergonomischer.

Alles in allem liefert aber Toyota mit dem neuen Proace ein Nutzfahrzeug, das seine Freunde im Handwerk finden wird. Die Einstiegsversion, ein Kompakt-Kastenwagen mit 95 PS und Fünf-Gang-Schaltung, kostet 20.900 Euro netto. Dafür bietet Toyota drei Jahre Vollgarantie bis zu einer Laufleistung von 100.000 km. Das Wartungsintervall liegt bei 40.000 km oder zwei Jahren. ste

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