Handy, Computer und mehr -

Im Test: Ultrabook von Toshiba Toshiba Satellite: Ultraleichter Begleiter

Smartphones und Tablets haben in den vergangenen Jahren auch die Arbeit von Handwerkern mobiler gemacht. Allerdings können die Geräte Notebooks bislang nicht vollständig ersetzen. In diese Marktlücke drängen nur die superleichten Ultrabooks. DHZ-Online hat auf der Cebit das Toshiba Satellite Z830 in der Praxis getestet.

Toshiba Satellite: Ultraleichter Begleiter
Das Satellite Z830 ist wohl das derzeit leichteste Ultrabook auf dem Markt. -

Ultrabooks gehören zu den Technik-Trends 2012. Die superschlanken Arbeitsgeräte drängten sich auch auf der Cebit in Hannover ins Rampenlicht. Die Geräteklasse will die Vorteile von klassischen Notebooks mit denen von Tablets und Smartphones vereinen. Gerade Unternehmer, die bisher wegen der fehlender Tastatur und der geringeren Anschlussvielfalt vor dem Kauf eines Tablet-PCs zurückgeschreckt haben, sollen mit einem Ultrabook den idealen Arbeitsbegleiter für unterwegs finden.

DHZ bewertet das Toshiba Satellite
positivnegativ
Gewicht
Design
Display
Anschlüsse
Lüfter

Leicht wie ein Tablet

Umringt von den Konkurrenten Samsung, Asus und Acer präsentierte Toshiba auf der Cebit das nach eigenen Angaben derzeit leichteste Ultrabook auf dem Markt. Das Satellite Z830 bringt nicht einmal 1,1 Kilogramm auf die Waage und wiegt damit kaum mehr als ein Tablet. Das Geheimnis ist der Einsatz eines speziellen Magnesiumgehäuses, das aber nicht zu Lasten der Stabilität gehen soll. Damit punktet das Satellite gegenüber Konkurrenzgeräten wie etwa dem MacBook Air von Apple, die mindestens 1,3 Kilo wiegen. Auch wenn es sich nur um ein paar hundert Gramm handelt, lässt sich das Toshiba damit angenehmer in die Hand nehmen. Ein Handwerker, der sein Ultrabook zum Beispiel jeden Tag mit auf die Baustelle nimmt, dürfte sich über den Gewichtsvorteil freuen.

Auf den ersten Blick merkt man dem Toshiba Satellite seinen Gewichtsvorteil allerdings nicht an. Mit nur 16 Millimetern ist das Ultrabook verglichen mit einem klassischen Notebook zwar deutlich dünner, aber in der Form weniger geschwungen als etwa das Zenbook von Asus. Die Verflachung des Geräts nach vorne hin, auf die viele Konkurrenzmodelle setzen, ist zwar nur ein optischer Effekt, lässt die Geräte aber moderner als das Satellite erscheinen.

Display des Satellite spiegelt nicht

Wichtiger für den Unternehmer dürfte aber sein, ob sein Ultrabook die nötige Widerstandsfähigkeit für den mobilen Einsatz mitbringt. Hier verspricht Toshiba einiges: So soll sich das Z830 auch nach Stürzen aus rund einem Meter Höhe noch völlig problemlos starten lassen. Auch auslaufende Flüssigkeiten wie zum Beispiel die typische Tasse Kaffee am Morgen soll das Satellite unbeschadet überstehen.

Groß auftrumpfen können die Japaner auch mit ihrem Display. Im Gegensatz zum Großteil der Konkurrenz ist der 13,3 Zoll große Bildschirm matt und spiegelt nicht. Damit eignet sich das Gerät auch für den Einsatz im Freien, da es für störendes Sonnenlicht keine Angriffsfläche gibt. Die Darstellung ist mir 1366 mal 768 Pixeln allerdings nur Mittelmaß in diesem Marktsegment.

Toshiba spart nicht an Anschlüssen

Überzeugen kann die Anschlussvielfalt des Satellite. Gerade Handwerker, die mit ihrem Gerät wirklich arbeiten wollen, dürften die Vorteile gegenüber dem oft mauen Angebot bei Tablets überzeugen. Gegenüber dem klassischen Notebook muss der Nutzer mit drei USB-Schnittstellen, davon eine mit dem neuesten Standard 3.0, eine HDMI- und VGA-Anschluss, einer Lan-Option uns sogar einem Lesegerät für Speicherkarten kaum Abstriche machen.

Auch hinsichtlich der Software mit serienmäßig installiertem Windows 7, einem Office-Paket und Sicherheitssoftware ist das Ultrabook gut ausgestattet.

Doch es gibt auch noch ein paar Kritikpunkte beim Satellite. Dazu zählt etwa der Lüfter, der bei hohem Arbeitseinsatz durchaus störende Geräusche erzeugt. Oder auch die Tastatur, die sich nicht wirklich an die Finger schmiegen möchte. Auch das Arbeitstempo des Z830 dürfte zwar für einen normalen Gebrauch völlig ausreichen, erfüllt aber nicht ganz die Erwartungen an ein Gerät, das derzeit für rund 1.000 Euro am Markt zu haben ist.

Fazit: Toshiba Satellite ist praktisch, aber nicht schön

Unter dem Strich schafft das Toshiba Satellite gekonnt die Verbindung der Vorteile von Tablets und klassischen Notebooks. Das Z830 ist äußerst leicht, bietet ein mattes Display und punktet mit seinen zahlreichen Anschlüssen. Wer allerdings einen optischer Hingucker im Stile eines iPhone sucht, sollte sich eher Konkurrenzmodelle wie das Zenbook von Asus oder das MacBook Air von Apple genauer ansehen.

Mehr zum Thema
© deutsche-handwerks-zeitung.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten