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Flüssiges Investment Tipps für langfristige Gewinne mit sauberem Trinkwasser

Sauberes Trinkwasser ist ein Megathema, das sich für langfristig orientierte Investoren lohnen kann. Ein Experte erklärt, wie und warum sich der Einstieg in diesen Aktienmarkt lohnt.

Sauberes Trinkwasser soll in 60 Jahren für drei Milliarden Menschen unerreichbar sein. Daher ist Wasser ein Megathema, das sich für langfristig orientierte Investoren lohnen kann. Einen Einstieg bieten aktive Fonds.

Wenn die Zahlen stimmen, steuert die Welt auf eine extrem bedrohliche Situation zu. Laut der gemeinnützigen Organisation Oxfam haben 1,3 Milliarden Menschen keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Wasser. Bis zum Jahr 2080 könnte diese Zahl auf über drei Milliarden ansteigen. Trinkwasser hat sich also schon jetzt zu einem wichtigen Wirtschaftsgut entwickelt. Manche Beobachter sprechen bereits davon, dass Wasser der Grund für kriegerische Auseinandersetzungen im 21. Jahrhundert sein könnte.
Der flächendeckende Zugang zu sauberem Süßwasser ist ein globales Thema von hoher wirtschaftlicher Bedeutung und dementsprechend wichtig für langfristig orientierte Investoren. Sie können mit Engagements in Unternehmen, die in der Wasserwirtschaft aktiv sind, auf Dauer gute Rendite erwirtschaften.

Trinkwassergewinnung, Filterhersteller und Wasser-Fonds

Einen guten Einstieg in die Welt der Wasser-Investments bietet der S&P Global Water Index. Der Index versammelt 50 Unternehmen aus der globalen Wasserwirtschaft, die sich unter anderem mit der Reinhaltung und der Gewinnung von Wasser oder mit Wasser-Infrastruktur zu tun haben. Seit Anfang 2016 hat der Index fast acht Prozent zugelegt. Für Investoren ist wichtig, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, welche Segmente die größte Potenziale bieten? Der fast ausgetrocknete Rhein nach dem langen und sehr heißen Sommer führte dazu, dass BASF nicht mehr produzieren konnte. Es stand nicht genügend frisches Wasser für die Prozesse zur Verfügung. Ein Unternehmen, das Filter herstellt, mit denen Wasser mehrmals gereinigt und immer wieder benutzt werden kann, schafft also Unabhängigkeit von Phänomenen wie Niedrigwasser. Das ist für die produzierende Industrie ein großer Mehrwert.

Ein anderes Feld ist die Gewinnung von Trinkwasser: Die Welt besteht zwar zu zwei Dritteln aus Wasser, aber davon sind mehr als 97 Prozent Salzwasser. Systeme, mit denen sich aus diesem Salzwasser zuverlässig und in großem Stil Trinkwasser herstellen lässt, sind also zukunftsträchtige Produkte.

Genauso relevant ist der langfristige Anlagehorizont. Für schnelles Geld ist das Megathema Wasser nicht geeignet, weil die Werte trotz aller Bedeutung konjunkturellen Schwankungen unterliegen. Dennoch ist Wasser kein reines Spezialthema mehr, sondern kann mit bis zu 2,5 Prozent in einem Depot allokiert werden. Dafür können sie zwischen Einzelwerten, aktiven und passiven Fonds wählen.

Zwei Wasser-Fonds, die in den vergangenen Jahren zu guten Ergebnissen geführt haben, sind der Pictet-Water (WKN: 933349) und der Sustainable Water (WKN: A0LB5N) von RobecoAM. Beide Fonds sind zu annährend 100 Prozent in Aktien investiert und haben in den vergangenen fünf Jahren 33,88 Prozent ("Sustainable Water") und 44,38 Prozent ("Pictet – Water") Rendite geliefert. Darin finden sich international renommierte Unternehmen wie Xylem, Veolia und Ecolab, aber auch eher spekulative Aktien wie Guangdong Investment aus Hongkong.

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