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Test Panasonic Toughpad Taffes Tablet für die Baustelle

Immer mehr Handwerker wollen auch mobil arbeiten. Das Smartphone ist als Arbeitsgerät aber zu klein, ein Notebook dagegen relativ groß und schwer. Den Spagat schaffen die sogenannten Tablet-PCs, von denen sich die meisten wegen ihrer Empfindlichkeit für Staub und Schmutz aber weniger für die Baustelle eignen. Diese Nische will Panasonic mit einem Tablet füllen, das jedem Wind und Wetter standhalten soll. Das Gerät im Test.

Taffes Tablet für die Baustelle
Das Toughpad ist speziell für den Outdoor-Bereich entwickelt worden. -
DHZ bewertet
positiv negativ
Verarbeitung
Widerstandsfähigkeit
Display
Akku
Anschlüsse
Design
Gewicht
Bautiefe
Preis

Das Toughpad von Panasonic soll es in zwei Größen geben. Während die Variante mit zehn Zoll schon im Handel erhältlich ist, folgt im Herbst noch ein kleineres Tablet mit sieben Zoll. Damit orientiert sich Panasonic an den üblichen Tablet-PC-Maßen von Herstellen wie Apple, Samsung oder Asus.

Schon auf den ersten Blick will man dem Toughpad glauben, dass es besonders robust ist. Das Tablet ist zwar kein modischer Fauxpas, besitzt aber längst nicht die Eleganz eines iPad und dürfte Anzugträger damit schon aus optischen Gesichtspunkten in die Flucht schlagen. In dieser Kategorie will sich das Toughpad aber auch gar nicht mit der Konkurrenz messen, sondern durch seine widerstandsfähige Verarbeitung und technische Werte überzeugen.

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© Panasonic

Schwere Technik

Als Handschmeichler wird das Toughpad auch nicht überzeugen. Stolze 950 Gramm bringt das Tablet auf die Waage und ist damit merklich schwerer als etwa das Samsung Galaxy Tab 2 mit nur 600 Gramm. Mit einer  Höhe von 1,78 cm wirkt es zudem etwas klobig. Andere Hersteller für den breiten Verbrauchermarkt bringen ihre Technik in nur rund ein Zentimeter dicken Tablets unter. Diese Kritikpunkte dürften für die Käufer eines Toughpad allerdings zweitrangig sein.

Glänzen kann das Toughpad dagegen mit seinem Display, das nämlich gerade nicht glänzt. Im Gegensatz zu den üblichen Marktangeboten ist im Toughpad ein mattes Display verbaut, das in der Herstellung deutlich teurer ist. Während viele Konkurrenzmodelle bei direkter Sonneneinstrahlung nur noch als Spiegel einsetzbar sind, lässt sich auf dem Toughpad noch problemlos arbeiten. Das Display verwendet LED-Technologie und besitzt eine solide Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln.

Für den Härtefall gerüstet

Das Gehäuse besteht aus einer Magnesiumlegierung und erfüllt die Standards IP65- und Mil-Std-810g. Damit ließe sich das Panasonic-Gerät  sogar für militärische Zwecke einsetzen. Im Praxischeck kann weder Sand, Staub noch Wasser aus der Duschbrause das Toughpad lahm legen. Nach Herstellerangaben hält das Gerät auch Temperaturschocks von -50 und bis zu +93 Grad stand. Damit ließe sich das Toughpad auf beinahe jedem Ort der Erde problemlos einsetzen. Den Sturz aus ein Meter Höhe meistert das Gerät ebenfalls mit Bravour. Größere Falltiefen sollen auch kein Problem sein.

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© Panasonic
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© Panasonic

Ein besonderer Clou des Toughpad ist der mitgelieferte Stylus, der einen Platz im Gerät findet. Damit lässt sich das Tablet auch mit Stifteingaben navigieren und Texte und Nachrichten können dank Schrifterkennung ohne die virtuelle Tastatur verfasst werden. Gerade für Nutzer mit größeren Fingern kann der Stylus eine angenehme Arbeitserleichterung sein.

Übliche Standards

Viele technische Merkmale sind dagegen nicht mehr als guter Standard. Dazu zählen ein interner Speicher von 16 GB, der sich per SD-Karte erweitern lässt, eine 5 Megapixel-Kamera mit LED-Blitz auf der Rückseite und eine 2-Megapixel-Frontkamera für Videotelefonie. Weiterhin verfügt das Toughpad über einen 1,2 GHZ Prozessor mit zwei Rechenkernen und 1 GB Arbeitsspeicher. Standard ist auch das Betriebssystem. Hier kommt Googles Software Android zum Einsatz.

Spitzenklasse sind die Anschlussvielfalt und die unterstützen Funkstandards. So lässt sich das Gerät über einen HDMI-Ausgang zum Beispiel an einen Fernseher anschließen, so dass Sie ihre Dateien auch bequem zu Hause von Sofa abspielen können. Neben UMTS wird mit einer optionalen Erweiterung auch der neue Funkstandard LTE unterstützt.

Als Dauerläufer erweist sich der Akku. Im Test hielt er auch unter Dauerbelastung locker einen ganzen Arbeitstag durch.

Fazit

Das Panasonic Toughpad erweist sich damit insgesamt als sehr guter Begleiter für Handwerker im Außeneinsatz. Wer auf den Styling-Faktor eines iPad verzichten kann, bekommt ein äußerst robustes Gerät. Ein Schnäppchen ist das Tablet mit Militärtechnik aber nicht. Etwa 1000 Euro kostet die größere Variante und damit etwa das Doppelte eines aktuellen iPad.

Ein offizielles Herstellervideo des Toughpad gibt es unter panasonic.com.

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