Südthüringen -

Meisterfeier Stolz und Freude

Auf der diesjährigen Meisterfeier der Handwerkskammer Südthüringen im großen Saal des Congress Centrums Suhl nahmen nach erfolgreich abgelegter Meisterschule 88 Meister aus 13 Handwerksberufen ihre Meisterbriefe entgegen.

Zu den Abschlüssen mit den meisten Absolventen zählen die Kraftfahrzeug- mit 21 und die Elektrotechniker mit 13 Jungmeistern. Von den elf Meisterinnen kommen neun aus dem Friseur- und zwei aus dem Glasbläser- und Glasapparatebauerhandwerk. Das Durchschnittsalter der Absolventen liegt bei 31,5 Jahren.

Nach erfolgreich abgelegten Prüfungen erhielten außerdem 18 „Geprüfte Betriebswirte nach der Handwerksordnung (HwO) und acht „Geprüfte Kaufmännische Fachwirtinnen (HwO)“ ihre Urkunden und Zeugnisse. Handwerkskammerpräsident Manfred Scharfenberger, Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee, Gastdozentin Prof. Dr. Jutta Rump und Vorsitzende und Mitglieder aus Meisterprüfungs- und Fortbildungsprüfungsausschüssen überreichten die Meisterbriefe, Urkunden, Zeugnisse und Blumen an die insgesamt 114 Absolventen des Jahrgangs 2018.

Mehr als 700 Gäste und Besucher aus dem Handwerk, der Südthüringer Wirtschaft und Politik, Dozenten und Ausbilder der Meisterschule, Vorsitzende und Mitglieder der Prüfungsausschüsse und Familienangehörige, Partner und Freunde verfolgten im Saal und auf der Empore die Ehrungen auf der Bühne. Vom ersten bis zum letzten Bühnenbild war die Feier von Freude und Stolz über die erreichten Leistungen geprägt. Während der Übergabe der Meisterbriefe brandete immer wieder Beifall, begleitet von Begeisterungsrufen und Begeisterungspfiffen, aus dem Publikum auf.

Leistungen der Absolventen gewürdigt

In seiner Begrüßungsansprache sagte Manfred Scharfenberger: „Der Meisterbrief stellt ein ganz eigenes, besonderes Qualitätssiegel dar. Er ist der Ausweis für eine fundierte Ausbildung in Ihrem Handwerksberuf und erhöht zugleich die Akzeptanz der Kunden dem Handwerk gegenüber.“ „Uns fehlen zunehmend Vorbilder in der Gesellschaft“, stellte Wolfgang Tiefensee in seinem Grußwort fest. Mit ihrem Abschluss hätten die Absolventen ein Ziel erreicht, das als Vorbild für Jugendliche sehr gut geeignet sei.

Jutta Rump mahnte mit dem Vortrag „Die Generation der Zukunft“ eine ausgewogene Zusammenarbeit zwischen älterer und jüngerer Generation in der Arbeitswelt und im gesellschaftlichen Zusammenleben an, um den Generationenvertrag in Deutschland weiter zu gewährleisten. Elektrotechnikermeister Danny Jahner aus Zella-Mehlis dankte im Namen der Absolventen allen an der Meisterausbildung Beteiligten.

Erfolgreiche Betriebswirte und Fachwirte

Auf der diesjährigen Meisterfeier der Handwerkskammer Südthüringen erhielten nach erfolgreich abgelegten Prüfungen 18 „Geprüfte Betriebswirte (HwO)“ und acht „Geprüfte Kaufmännische Fachwirtinnen (HwO)“ ihre Urkunden und Zeugnisse.

Der „Geprüfter Betriebswirt (HwO)“ ist ein öffentlich-rechtlich anerkannter Abschluss, der nach einer erfolgreich absolvierten kaufmännischen Aufstiegsfortbildung bereits seit 1977 unter verschiedenen Bezeichnungen vergeben wurde und die Lücke zwischen der gewerblich-technischen Meisterausbildung und der betriebswirtschaftlichen Unternehmensführung schließt.

Es handelt es sich um einen Abschluss, der speziell für Handwerksmeister entwickelt wurde. Dieser vermittelt den Absolventen das betriebswirtschaftliche Wissen, um in die Unternehmensführung von Handwerksbetrieben aufzusteigen oder ein eigenes Unternehmen zu gründen. Da der „Geprüfte Betriebswirt (HwO)“ auf der Meisterausbildung aufbaut, stellt er die höchste Qualifikationsebene im Handwerk dar und ist mit dem akademischen Master-Studium gleichgestellt.

Die Aufstiegsqualifizierung „Geprüfter Kauf­männischer Fachwirt (HwO)“ steht im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) auf einer Stufe mit der Meisterqualifikation und dem akademischen Bachelorabschluss. Sie gilt damit als „Meisterprüfung“ für Kaufleute im Handwerk und als erster Karriereschritt nach der Gesellenprüfung. Wesentliche Unterrichtsinhalte bestehen in der Analyse und Förderung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, der Entwicklung des betrieblichen Marketings, der Gestaltung des betrieblichen Rechnungswesens, des Controllings, der Finanzierung und Investition, dem Personalwesen und der Ausbildung.

An die neuen Führungskräfte im Südthüringer Handwerk gerichtet, sagte Präsident Manfred Scharfenberger: „Ihnen stehen nun viele Türen offen. Sie können als Führungskraft arbeiten, sich selbstständig machen, ein Unternehmen gründen oder übernehmen und selbst Lehrlinge ausbilden. Und haben Sie dabei immer Ihre eigene Weiterbildung im Fokus. Es gibt auch weiterhin viele Möglichkeiten auf der Karriereleiter des Handwerks. Sie müssen nur zugreifen.“

Die nächste Aufstiegsqualifizierung zum „Geprüften Betriebswirt (HwO)“ beginnt am 5. November im BTZ Rohr-Kloster. Der Unterricht findet jeweils montags und mittwochs von 17 bis 21 Uhr im Theoriegebäude statt. Lehrgangsleiter ist Sandro Dressel.

Anfragen und Anmeldungen nimmt Sandro Dressel, Tel. 036844/ 47386, E-Mail: sandro.dressel@hwk-suedthueringen.de, entgegen

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