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Steuertipp Schenkung: Unterschied zwischen rechtlichem und biologischem Vater

In einem Urteilsfall, bei dem ein Kind von seinem biologischen Vater Geld geschenkt bekommen hat, hat das Finanzamt für die Schenkung den Steuerfreibetrag für die Eltern verweigert, weil dieser nur beim rechtlichen Vater gewährt wird. Wo liegt also der Unterschied zwischen rechtlichem und biologischem Vater bei einer Schenkung?

In dem Streitfall beim Bundesfinanzhof ging es um ein Kind, das von seinem biologischen Vater ein Geldgeschenk von 30.000 Euro erhalten hat. Da die Mutter bei der Geburt jedoch mit einem anderen Mann verheiratet war, übernahm dieser die rechtliche Vaterschaft. Das Finanzamt verweigerte deshalb für die Schenkung vom biologischen Vater den Schenkungsfreibetrag von 400.000 Euro, weil dieser nur bei Schenkungen vom rechtlichen Vater möglich ist. Dagegen richtete sich die Klage.

Freibetrag nach Steuerklasse I nur für rechtlichen Vater

Doch auch die Richter des Bundesfinanzhofs unterschieden zwischen dem rechtlichen und dem biologischen Vater. Der Freibetrag in Höhe von 400.000 Euro kann nur bei Schenkungen vom rechtlichen Vater an sein Kind in Anspruch genommen werden. Bei Schenkung des biologischen Vaters an sein Kind beträgt der Schenkungssteuerfreibetrag nur 20.000 Euro (Steuerklasse III; BFH, Urteil v. 5.12.2019, Az. II R 5/17).

Steuertipp: Biologische Väter, die nicht zugleich rechtliche Väter sind, sollten ihren Kindern also nur bis zu 20.000 Euro schenken und das alle zehn Jahre. Nur lässt sich die Entstehung von Schenkungssteuer vermeiden.

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.

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