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Steuertipp Steuererklärung 2016: Unterhaltszahlungen an Ex-Ehegatten

Sind Sie geschieden und haben Unterhaltszahlungen an Ihren Ex-Ehegatten zahlen müssen, können Sie dafür unter bestimmten Umständen Sonderausgaben bis zur Höhe von 13.805 Euro abziehen. Wichtig dabei: Mit dem Sonderausgabenabzug klappt es nur, wenn Sie und Ihr Ex-Ehegatte steuerlich an einem Strang ziehen, sich also einig sind.

Grundvoraussetzungen für den Abzug von Unterhaltsleistungen an den Ex-Ehegatten ist die Zustimmung des Ex-Ehegatten in der Anlage U, die zusammen mit der Steuererklärung eingereicht werden muss. Mit der Anlage U stimmt der Ex-Ehegatte zu, die Unterhaltszahlungen als sonstige Einkünfte zu versteuern. Hat der Ex-Ehegatte keine eigenen Einkünfte und ein oder mehrere Kinder, muss er in aller Regel keine oder nur sehr geringe Steuern für die erhaltenen Unterhaltszahlungen ans Finanzamt abführen.

Höhere Zahlungen als 13.805 Euro sind nicht abziehbar

Zahlten Sie 2016 mehr als 13.805 Euro an den Ex-Ehegatten, dürfen Sie dennoch nur maximal diesen Höchstbetrag als Sonderausgaben abziehen. Haben Sie 2016 nur 10 gezahlt, haben den Ehegatten aber ohne Miete in der gemeinsamen Wohnung leben lassen, können Sie in Höhe der verzichteten Miete Unterhaltszahlungen als Sonderausgaben abziehen.

Steuertipp: Selbst wenn der Ex-Ehegatte seine Zustimmung in der Anlage U verweigert, ist steuerlich noch nicht alles verloren. Sie können die Unterhaltszahlungen im Jahr 2016 dann nach § 33a Abs. 1 EStG bis zur Höhe von 8.652 Euro als außergewöhnliche Belastung abziehen. Einziges Manko: Hat der Ex-Ehegatte noch eigene Einkünfte, mindern diese den abziehbaren Höchstbetrag. dhz

Weitere Steuertipps gibt es im DHZ-Steuerarchiv.

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