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Staugefahr Stau- und Unfallgefahr an Pfingsten

An Pfingsten wird es traditionell eng auf den Autobahnen. Neben der Staugefahr steigt auch die Gefahr von Unfällen. Wie Sie sicher und möglichst entspannt ans Ziel kommen.

Auf zahlreichen Fernstraßen wird es am Pfingstwochenende (22. bis 24. Mai) zu Staus und Behinderungen kommen. Besonders im Süden Deutschlands werden sich Autofahrer aus dem ganzen Land treffen. In Norddeutschland gibt es ein verlängertes Wochenende, in Bayern und Baden-Württemberg beginnen die zweiwöchigen Pfingstferien. Dazu kommt, dass auch in Österreich ein verlängertes Wochenende sein wird.

Sicher durch den Stau kommen

Damit Ihr Start in den Familienurlaub oder die Freizeit mit Freunden nicht mit dem unschönen Ereignis eines Unfalls beginnt, haben wir vier Empfehlungen für Sie:

  • Ausweichen:
Informieren Sie sich schon vor Fahrtantritt über zu erwartende Staus auf Ihrer Reiseroute. Wenn es möglich ist, empfiehlt es sich sogar erst Dienstag oder Mittwoch zu fahren, denn das sind statistisch gesehen die beiden Tage mit dem geringsten Verkehrsaufkommen.
  • Nachfolgenden Verkehr beachten:
Sollten Sie trotz allem an ein Stauende geraten, sollten Sie sich ihm vorsichtig nähern, nicht ruckartige abbremsen und das Fahrzeug ausrollen lassen. In dieser Situation droht die größte Gefahr von hinten. Da es sein kann, das der Fahrer hinter Ihnen das Stauende nicht rechtzeitig gesehen hat, sollten Sie unbedingt ein bis zwei Fahrzeuglängen Abstand zum Vordermann lassen und Ihren eigenen Wagen leicht in Richtung der seitlichen Begrenzung orientieren. Betätigen Sie bei einem Blitzstau den Warnblinker.
  • Abstand lassen:
Der TÜV Süd empfiehlt, in einem Stau den Motor abzuschalten. Der vordere Abstand sollte bei rollendem Verkehr immer ein bis zwei Fahrzeuglängen betragen. Denken Sie auch an das, was Sie in der Fahrschule gelernt haben: Eine Gasse für Rettungsfahrzeuge bilden! Wenn Sie an der Unfallstelle angekommen sind, passieren Sie sie ohne abzubremsen, denn das verursacht nur noch mehr Verzögerung.
  • Die Spur halten:
Bleiben Sie der linken oder rechten Spur treu. Untersuchungen haben gezeigt, dass ein ständiges Spurenwechseln keine wirklichen Zeitersparnisse bringt. Im Stau darf man auch rechts schneller fahren als links, wenn es der Verkehr erlaubt. Nicht erlaubt ist, sofern nicht anders angezeigt, die Mitbenutzung des Standstreifens.

TÜV Süd: Nicht samstags fahren

Glücklicherweise ist der bereits neunte Streik im laufenden Konflikt zwischen GDL und Deutscher Bahn beendet. Der ADAC befürchtete bereits einen "Verkehrsinfarkt in noch unbekannter Dimension", hätte er sich über das Pfingstwochenende gezogen. Das ist wohl abgewendet. Dass es aber trotzdem zu langen Staus kommen wird, ist abzusehen.

Wie jedes Jahr veröffentlicht der ADAC im Vorfeld eine Prognose zum zu erwartenden Verkehrsaufkommen. Welche Strecken voraussichtlich besonders beansprucht sein werden können Sie hier einsehen. Am besten ist es, schon am Freitag, in der Nacht oder sehr früh am Samstag oder aber auch erst am Sonntag loszufahren.

Ein Stau ist ein sehr unangenehmes Ereignis, zu dem sich Autofahrer aus allen möglichen Regionen unfreiwillig treffen. Sie können auch besonders plötzlich auftreten. Daher sei es ratsam, bei einem hohen Verkehrsaufkommen besonders defensiv und vorausschauend zu fahren, so der TÜV Süd.

Denn die Gründe für einen Unfall seien meist dieselben: Zu hohe Geschwindigkeit, zu wenig Abstand, zu geringe Aufmerksamkeit. Informieren Sie sich sicherheitshalber auch während der Fahrt ständig über die aktuelle Lage auf den Straßen. jr

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