Schwaben -

Sonderausstellung Stars an Fäden als Handwerker

Das Augsburger Puppentheatermuseum zeigt die Sonderausstellung mit dem Titel „Wer will fleißige Handwerker seh’n? …“. Die Schirmherrschaft übernimmt der HWK-Präsident.

Jim Knopf, das Urmele und der Kasperl – die Stars an Fäden der weltberühmten Augsburger Puppenkiste lassen nicht nur Kinderherzen höher schlagen, sie sind für viele Erwachsene eine liebenswerte Erinnerung an die eigene Kindheit. Nun hat das Augsburger Puppentheatermuseum „Die Kiste“ eine Sonderausstellung mit dem Titel „Wer will fleißige Handwerker seh’n? …“ eröffnet.

Dafür hat Hans-Peter Rauch, Präsident der Handwerkskammer für Schwaben (HWK), die Schirmherrschaft übernommen: „Wir sind mit unserem schwäbischen Handwerkermuseum nicht nur direkte Nachbarn der Augsburger Puppenkiste, sondern gerade beim Thema Handwerk der ideale Ansprechpartner.

Wir haben daher sehr gerne interessante alte Werkzeuge aus unserem Museum für die Ausstellung ausgeliehen und gleichzeitig den Kontakt zu Innungen und Handwerksunternehmen hergestellt, damit aktuelles und traditionelles Handwerk in der Sonderausstellung gut verknüpft werden konnten.“ Das Puppentheatermuseum geht zum ersten Mal eine Kooperation in dieser Form ein.

Imagewerbung fürs Handwerk

Rauch zeigte sich begeistert von der interessanten Umsetzung des Themas. „In vielen Theaterstücken der Augsburger Puppenkiste ist auch ‚Handwerk drin‘ und wir sind begeistert von der außergewöhnlichen Inszenierung“, freute er sich. So ist zum Beispiel ein Haus im Querschnitt dargestellt, in dem der Hausbau zu sehen ist und viele Bau- und Ausbauhandwerke beinhaltet sind.

Moderne, großflächige Bildmotive dienen als Hintergrund der Ausstellungs-„Kisten“ und sind so eine charmante Imagewerbung für das Handwerk und die HWK Schwaben. „Ich habe daher gerne die Schirmherrschaft für diese Ausstellung übernommen und wir begrüßen es sehr, dass gerade die jugendlichen Besucher vom Kindergartenkind bis zum Schulabsolventen mit dem Handwerk in Berührung kommen.“

Für Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der HWK Schwaben, ist dies ein wichtiger Punkt: „Auf eine ganz spielerische Art können Jugendliche erfahren, was das Handwerk heute alles bewirkt und bewegt. Wer dann noch Lust auf mehr hat, kann mit dem Berufe-Checker sein Talent in Erfahrung bringen, das Logo-Puzzle aus unserer Macher-gesucht-Kampagne zusammensetzen oder sich in typisch handwerklicher Arbeitskluft fotografieren lassen.“ Aktuelle Handwerksfilme, die zu den ausgestellten Gewerken passen, runden das Angebot ab.

Attraktive Aktionen und Workshops

Begleitet wird die Ausstellung durch ein attraktives Aktions- und Workshop-Programm für Kinder und Erwachsene. So steht beispielsweise Korbflechten auf dem Programm. Hier können die Teilnehmer unter der sachkundigen Anleitung von Korbmachermeisterin Anja van Kampen selbst einen Korb flechten. Wie Hüte gemacht werden, zeigt Modistenmeisterin Doris Limmer, und wie Kleidung früher und heute genäht wird, erläutert Schneidermeisterin Uschi Rothgang.

Friseurmeister Nikolaus Summerer führt ein in die Arbeitswelt des Friseurs und Maler- und Lackierermeister Stefan Ehle präsentiert ganz unterschiedliche Mal- und Dekortechniken. Die vielseitige Arbeit des Müllers, ohne den wir kein Brot backen könnten, erklärt Müllermeister Erich Göggerle und Jörg Aumann, Orthopädieschuhmachermeister, zeigt, was alles getan wird, um fit auf den Beinen zu bleiben. Und auch Goldschmiedemeisterin Ulrike Petrak-Schmied lässt sich bei der Herstellung von Schmuck über die Schulter schauen.

Ausgezeichnete Zusammenarbeit

Bei der Vernissage in Augsburg lobte Christoph Mayer, der Vorsitzende der Freunde des Augsburger Puppenspiels, die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer, den Innungen und den Betrieben. „Das Handwerk hat sich mit sehr viel Schwung, hochmotiviert und mit prima Ideen in diese Ausstellung eingebracht und es freut uns sehr, dass zur Eröffnung so viele Vertreter des Handwerks gekommen sind“, sagte Mayer und begrüßte besonders die Vertreter der Kaminkehrerinnung Schwaben, die standesgemäß in der Kluft erschienen waren.

„Das Handwerk“, so Klaus Marschall, Chef der Augsburger Puppenkiste, „spielt in den Märchen, die wir hier aufführen, eine zentrale Rolle. Denken Sie nur an ‚Das tapfere Schneiderlein‘ oder ‚Hans im Glück‘. Deshalb war eine Sonderausstellung mit dem Handwerk längst überfällig.“

Die Ausstellung „Wer will fleißige Handwerker seh’n? – Hand-Werk-Kunst im Puppenspiel“ ist bis zum 15. Januar 2017 in den Räumen der Puppenkiste in Augsburg zu sehen. Weitere Informationen und Fotos der Ausstellung sowie der Eröffnung unter hwk-schwaben.de/Puppenkiste-Ausstellung.

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