Köpfe -

EU Spitzenjobs in Brüssel werden vergeben

Nach der Europawahl hat das neue Europäische Parlament seine Arbeit aufgenommen. Wer Kommissionschef und wer Parlamentspräsident wird, ist nun klar. Um manche Spitzenjobs wird noch gerungen.

Erste wichtige Spitzenjobs sind jetzt vergeben worden. Der Luxemburger Jean-Claude Juncker (59) ist zum neuen EU-Kommissionspräsidenten gewählt worden. Er löst den Portugiesen José Manuel Barroso ab. Zuvor hatte es einen Machtkampf um die Personalie Juncker gegeben, vor allem Großbritannien war gegen Juncker.

EU-Parlamentspräsident bleibt weiter der nordrhein-westfälische SPD-Politiker Martin Schulz (58, Foto). Mit Rainer Wieland (CDU) und Alexander Graf Lambsdorff (FDP) sind zwei der 14 Vizepräsidenten ebenfalls Deutsche. Auch die Fraktionen im EU-Parlament haben sich mittlerweile gefunden: Mit Manfred Weber (CSU), Rebecca Harms (Grüne) und Gabriele Zimmer (Linke) sind drei deutsche Politiker unter den neuen Fraktionsvorsitzenden.

Martin Schulz Europawahl
-

Was macht Oettinger?

Auch einen deutschen Kommissar wird es wieder geben. Nach dem Willen von CDU/CSU soll es Günther Oettinger (60) bleiben, er ist bislang Energiekommissar. Welches Ressort er aber bekommt, ist noch nicht klar. Oettinger hatte kürzlich in einem Interview angedeutet, das Energieressort abgeben zu wollen zugunsten eines größeren wirtschaftspolitischen Bereichs. Oettinger ist zurzeit als möglicher Handelskommissar im Gespräch. Jüngst fanden die Anhörungen der Kommissare im EU-Parlament statt. bur

Das sind die Neuen im Europaparlament
© deutsche-handwerks-zeitung.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten