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Abfallvolumen sinkt auf ein Zehntel Spänefresser schont Maschinen, Gesundheit und Umwelt

Metallspäne sind ein Ärgernis im Maschinenbau. Eine Erfindung von Karl-Heinz Kilian entschärft das Problem.

Viele Zerspanungsmechaniker haben es schon erlebt, dass CNC-Drehmaschinen stehen bleiben, weil die Späne nicht ordentlich abtransportiert werden. Abhängig vom Material können sich gefährlich lange Späne oder Spänebüschel bilden, die den Förderer verstopfen und die Maschine zum Stillstand bringen. So geht wertvolle Zeit verloren, denn Maschinenausfälle gehen für den Unternehmer ins Geld. Karl-Heinz Kilian, Seniorchef der Firma Maschinenbau Kilian (MBK) in Boxberg-Windischbuch, wollte sich mit den ärgerlichen Produktionsausfällen nicht abfinden. Seine Lösung schont nicht nur den eigenen Maschinenpark, sondern auch die Umwelt.

Der von Kilian entwickelte Spänefresser zerkleinert über eine Trägerwelle mit 35 Messern die Späne auf ein Zehntel ihres ursprünglichen Volumens. Damit verringern sich nicht nur die Ausfallzeiten der Maschinen, sondern auch das Transportvolumen erheblich. „Es wird viel Luft durch die Gegend gefahren. Denn ein Kubikmeter Metallspäne enthält weniger als 20 Prozent Metall. Der Rest sind Kühlflüssigkeit und Luft“, erklärt Karl-Heinz Kilian.

Beim Einsatz seines mit EU-Patent geschützten Spänefressers könnten 90 Prozent der Lkw-Fahrten vermieden werden. Das verringert den CO2-Ausstoß und die Feinbelastung, betont der Erfinder. Zudem verringere sich die Verletzungsgefahr, die von den langen, extrem scharfkantigen Metallspänen ausgehen kann.

Der Spänefresser WBK-W1 mit integriertem Förderer kann in verschiedenen Breiten geliefert werden und lässt sich laut Kilian an alle handelsüblichen CNC-Maschinen an­docken. Neben Edelstahl, Stahl und Aluminium kann er auch Kunststoffe verarbeiten. ste

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