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Steuertipp Sonderabschreibung für Mietwohnungsneubau wieder fraglich

Es hätte so schön sein können. Nach monatelangen Verhandlungen und Anpassungen schien es so, als könnte nun endlich eine neue Sonderabschreibung nach § 7b EStG für den Mietwohnneubau am 1. Januar 2019 in Kraft treten. Doch überraschend hat der Bundesrat den Gesetzesentwurf in seiner letzten Sitzung von der Tagesordnung genommen.

Viele hätten von diesem Gesetz profitiert. Es hätte Eigentümern neu gebauter und vermieteter Immobilien steuerliche Vorteile verschafft. Profitiert hätten auch Gemeinden durch Zuzug neuer Bewohner, profitiert hätten Mieter, die schon lange nach einem angemessenen Wohnraum für sich und ihre Familie suchen. Profitiert hätten auch Architekten, Baufirmen und Bauhandwerker, weil Vermieter durch die schnellere und höhere Abschreibung sicherlich mehr Geld bei der Auftragsvergabe locker gemacht hätten.

Gründe für das Scheitern des Gesetzesvorhabens

Der Bundesrat hatte bereits mehrmals kritisiert, dass das Gesetz keine Aussage zur Miethöhe getroffen hat und dass die Begrenzung der abschreibungsfähigen Anschaffungs- und Herstellungskosten auf 3.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche allein nicht ausreiche, um neue Wohnungen im bezahlbaren Mietsegment zu schaffen.

Steuertipp: Bleibt abzuwarten, ob der Gesetzesentwurf nun endgültig in der Schublade verschwindet oder ob sich der Gesetzgeber zur erneuten Überarbeitung überreden lässt. dhz

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