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Ausbau mit Photovoltaikanlagen Solarwirtschaft fordert Abschaffung des Förderdeckels

In Deutschland sind jetzt schon Solarstromanlagen mit einer Spitzenleistung von 46 Gigawatt in Betrieb. Wird die Marke von 52 Gigawatt erreicht, gibt es keine Förderung mehr. Dagegen protestiert nun die Solarwirtschaft, weil der unterstützte Ausbau mit PV-Anlagen dringend nötig sei. Mehrere Verbände haben sich der Forderung angeschlossen.

Damit es angesichts des Atom- und Kohleausstiegs nicht zu einer Energielücke in Deutschland kommt, die mit sehr vielen Stromimporten gefüllt werden muss, braucht es mehr Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen. Die jährlichen Ausbauziele für Solarenergie der Bundesregierung müssen deshalb auch Sicht des Bundesverbands der Solarwirtschaft (BSW Solar) mindestens verdreifacht werden. Und es bedarf weiterer Förderung. Vor allem die Beschränkung der Solarförderung auf die Marke von 52 Gigawatt installierter Photovoltaik-Kapazität ist der Solarwirtschaft ein Dorn im Auge. Diese Marke wird nach Branchengaben voraussichtlich bereits im Verlauf des kommenden Jahres erreicht. Derzeit seien in Deutschland Solarstromanlagen mit einer Spitzenleistung von 46 Gigawatt in Betrieb.

Mit Beschränkungen wie dem 52-Gigawatt-Solardeckel und zunehmender Bürokratie sei es nicht erreichbar den nötigen Strombedarf zu decken. "Statt Deckeln benötigen wir einen Solar-Turbo", teilt Carsten Körnig, der Hauptgeschäftsführer des BSW Solar, mit und führt weiter aus: "Die Koalition hat den Kohleausstieg beschlossen und alle Regierungsparteien sprechen sich für mehr Klimaschutz aus. Doch wer A sagt, muss jetzt auch B sagen. Ohne die Beseitigung von Investitionsbarrieren werden Erneuerbare Energien zu langsam ausgebaut."

Befürchtung: Ausbau mit PV-Dachanlagen bricht ein

Der Solardeckel im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wurde im Jahr 2012 eingeführt und besagt, dass neue Solarstromanlagen auf Gebäuden nicht mehr gefördert werden, sobald eine Marke von 52 Gigawatt installierter Photovoltaik-Kapazität erreicht ist.

Der Forderung der Solarwirtschaft, die Deckelung zu streichen, haben sich zahlreiche Verbände angeschlossen – darunter der Deutsche Mieterbund, der Eigentümerverband Haus & Grund und der Deutsche Naturschutzring. Photovoltaik-Dachanlagen seien eine "tragende Säule" der Energiewende, heißt es. Sie reduzierten den Flächenbedarf und sorgten für Akzeptanz der Energiewende. Zwar würden die Preise neuer Solarstromanlagen sinken. Bei einem abrupten und zu frühen Förderende aber würde der Ausbau von Photovoltaik-Dachanlagen einbrechen.

Schon zum 1. Januar 2019 ist die Solarförderung für große Anlagen gesunken. Der Grund liegt aus Sicht der Bundesregierung jedoch in einer bereits bestehenden Überförderung. Mehr zu dieser Förderkürzung lesen Sie hier.>>>

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