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Facebook, Twitter und Co. Social Media: Pflicht und Kür fürs Handwerk

Rund zwei Drittel der Unternehmen in Deutschland binden Soziale Netzwerke inzwischen in ihre Marketingstrategie ein. Das Handwerk ist hier allerdings immer noch zaghaft. Wer demnächst aktiv werden möchte, sollte sich genau fragen, welche Ziele erreicht werden sollen und welche Kanäle dafür am besten geeignet sind.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Social Media
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In dem riesigen Angebot an Sozialen Netzwerken ist es für Unternehmer schwierig, den passenden Kanal zu finden. -

Marketing über Soziale Netzwerke ist in vielen deutschen Unternehmen inzwischen Routine. 69 Prozent von 900 vom Deutschen Institut für Marketing befragte Betriebe sind auf Facebook oder anderen Plattformen präsent.

Im Handwerk spielen die digitalen Kanäle allerdings noch eine untergeordnete Rolle: Nur 29 Prozent der Handwerksunternehmen geben an, Social Media für Marketingzwecke zu nutzen.  Viele Handwerker sind Facebook & Co. allerdings nicht abgeneigt und können sich vorstellen, hier in naher Zukunft aktiv zu werden. So planen 35 Prozent einen Einstieg, 44 Prozent sind noch unentschlossen.

Wer sich für den Einstieg in das Social-Media-Marketing entscheidet, muss sich allerdings fragen, welchen Mehrwert er damit erreichen möchte. Zudem muss er wissen, ob für ihn ein großes Netzwerk wie Facebook oder eher ein auf bestimmte Themen fokussierter Kanal wie YouTube für Videomarketing oder Pinterest für Bildermarketing besser geeignet ist. Oft bietet es sich auch an, mehrere Kanäle parallel zu bespielen.

Facebook ist Standard

Unter allen befragten Unternehmen wird Facebook als wichtigste Plattform angesehen. Für das Soziale Netzwerk spricht vor allem die hohe Zahl der Nutzer, die mit einer Kampagne erreicht werden können. Über 20 Millionen Nutzer in Deutschland zählt Facebook. Damit ist es die am meisten besuchte Internetseite nach der Suchmaschine von Google.

Als "Pflicht"-Kanäle im Social-Media-Marketing gaben die Befragten auch Twitter, Xing und YouTube an. Zu den "Kann"-Instrumenten zählen Blogs, Google+ oder LinkedIn. Relativ neue Dienste in Deutschland wie Pinterest betrachten die befragten Unternehmen derzeit noch als "Kür" für die Marketing-Strategie.

Ein wichtiges Auswahlkriterium  ist die Zielgruppe, die vom Unternehmen erreicht werden soll. Mehr als jedes zweite Unternehmen (68,6 Prozent) macht seine Social-Media-Strategie davon abhängig. Neben der Bekanntheit einer Plattform (35 Prozent), bewerten die Unternehmer auch die Bedienbarkeit des Netzwerks (21 Prozent) und die entstehenden Kosten für eine Kampagne (14 Prozent) als entscheidende Aspekte .

Kunden gewinnen und binden

An erste Stelle bei den zu erreichende Zielen von Social-Media-Marketing wird die Kundebindung genannt (73 Prozent). Viele Betriebe erhoffen sich zudem neue Kunden zu erreichen (64,9 Prozent), die viel im Internet unterwegs sind. Viele Unternehmer spekulieren auch, durch die Präsenz auf Sozialen Netzwerken mehr Aufmerksamkeit für andere Onlineangebote wie die eigene Webseite zu erhalten (64 Prozent).

Einige der Befragten zielen auf eine Verbesserung ihres Images (49 Prozent) und wichtige Erkenntnisse für die eigene Marktforschung ab (31 Prozent). Eine zunehmende Bedeutung spielt die Suche von Fachpersonal über Soziale Netzwerke (30 Prozent).

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