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Newslettermarketing für kleine Unternehmen 11 Tipps: Newsletter attraktiv gestalten

Der Versand eines Newsletters per E-Mail ist auf den ersten Blick ein relativ einfaches Marketinginstrument, um seine Kunden zu erreichen. Doch wie kann man einen Newsletter attraktiv gestalten? Denn ist er unübersichtlich oder langweilig, verpufft die Wirkung schnell. 11 Tipps zur Newslettergestaltung.

416 Wörter und zehn Bilder – so sieht der durchschnittliche Newsletter eines deutschen Unternehmens aus, wie der E-Mail-Marketing-Dienstleister optivo ermittelt hat. Wer aber erfolgreich seine Kunden ansprechen will, der muss mehr leisten als einfach ein paar Meldungen zusammenzutragen. Der Empfänger weiß es zu schätzen, wenn er persönlich und professionell angesprochen wird. Elf Praxis-Tipps aus dem optivo Branchenreport "Newsletter-Gestaltung 2012":

Tipp 1: Inhalte mit Mehrwert

Newsletter sind ein hervorragendes Marketinginstrument und dienen nicht nur dem Abverkauf von Produkten sondern auch dem Aufbau von langfristigen Kundenbeziehungen. Wichtig sind Inhalte mit echtem Mehrwert für den Kunden: Mit nützlichen Anwendungstipps für die vorgestellten Produkte, Service-Hinweisen, Zufriedenheitsumfragen oder Aufforderungen zum Dialog wird nicht nur die Rückmeldung gesteigert sondern langfristig auch der über den Newsletter generierte Umsatz.

Tipp 2: Struktur gefragt

Wenn Kernelemente wie Hauptangebot und Handlungsaufforderung im oberen Bereich des Newsletters sofort erkennbar sind, wird der Leser zum Weiterlesen animiert. Empfehlenswert ist ein Text-Bild-Verhältnis von mindestens 30:70, um Spamfiltern zu entgehen. Für den mobilen Abruf ist neben attraktiven und aktivierenden Inhalten die Lesbarkeit von entscheidender Bedeutung: Bieten Sie Ihren Lesern eine klare Struktur mit Überschriften, visuellen Reizen und Handlungsaufforderungen. Eine gut lesbare Schriftgröße und ausreichend Kontrast zwischen Text und Hintergrund sind ebenfalls wichtig. Statt langen, unstrukturierten Absätzen empfehlen wir kurze Absätze, die den Lesefluss fördern und die Orientierung erleichtern.

Tipp 3: Newsletter für Smartphones optimieren

Die mobile Internet-Nutzung wächst täglich und E-Mails werden zunehmend auf Smartphones mit kleinen berührungsempfindlichen Bildschirmen abgerufen. Deshalb ist es empfehlenswert, den Abonnenten eine mobil-optimierte Version des Newsletters anzubieten. Achten Sie auf ein einspaltiges Layout und eine gut lesbare Schriftgröße. Sind weiterführende Links so platziert, dass beim Antippen mit dem Finger „Touching Errors“ vermieden werden? Lässt sich die Service- Telefonnummer durch eine einzige Fingerberührung anwählen? Und ist die Newsletter-Größe an die mobil zur Verfügung stehende Bandbreite angepasst?

Tipp 4: Die richtige Ansprache

Wann ist ein Editorial für einen Newsletter empfehlenswert? Der Absender kann sich mit einem ansprechenden Editorial positiv von der Konkurrenz im Posteingang abheben und mit Hintergrundinformationen zum Unternehmen oder einer persönlichen Stellungnahme punkten. Zudem bietet ein Editorial die Möglichkeit, den Abonnenten direkt anzusprechen und in den Dialog mit dem Unternehmen zu treten. Eine Auflistung der im Newsletter behandelten Themen ist im Editorial fehl am Platz – nutzen Sie dafür besser das Inhaltverzeichnis.

Tipp 5: Inhalte schnell finden

Ein Inhaltsverzeichnis ermöglicht dem Leser einen schnellen Überblick über die Themen der aktuellen Newsletter-Ausgabe. Wenn der Newsletter über mehr als drei Inhaltsparagraphen verfügt, ist ein Inhaltverzeichnis zur besseren Orientierung des Lesers wichtig. Über die Kurzbeschreibungen sollte der Abonnent mittels Anker-Links direkt zum ausgewählten Thema gelangen.

Tipp 6: Konkrete Handlungsaufforderungen

Platzieren Sie Handlungsaufforderungen (Textlinks oder Buttons) im Newsletter gut sichtbar und klar erkennbar für den Leser. Achten Sie zudem auf aktivierende Formulierungen: Anstatt des relativ neutralen „Mehr“ sind Varianten wie „Jetzt mehr erfahren“ oder „Hier weiterlesen“ empfehlenswert. Handlungsaufforderungen eignen sich zudem hervorragend für Split-Tests, da bereits kleine Veränderungen signifikante Änderungen bewirken können.

Tipp 7: Newsletter mit Facebook verknüpfen

Für die Verknüpfung Ihres E-Mail-Marketings mit Social Media bieten sich vielfältige Möglichkeiten. Der gezielte Einsatz der SWYN-Funktion kann die Reichweite von Newslettern deutlich erhöhen. Voraussetzung für den Erfolg sind attraktive Inhalte wie Event-Einladungen, Gruppen-Rabatte oder hilfreiche Checklisten, die gerne auf sozialen Netzwerken geteilt werden. Ein geteilter oder empfohlener Newsletter oder Beitrag kann zudem für neue Newsletter-Abonnenten sorgen, wenn in der entsprechenden Online-Version eine Anmelde-Möglichkeit integriert ist. Die eigenen Unternehmensprofile im Social Web bieten ebenfalls vielfältige Optionen, um auf den eigenen Newsletter hinzuweisen und auf diese Weise neue Abonnenten zu gewinnen.

Tipp 8: Empfänger zum Dialog anregen

E-Mails sind ein klassisches Dialog-Instrument – das wird im Marketing der Unternehmen häufig vergessen. Nutzen Sie diese Chance und stellen Sie dem Abonnenten prominent platzierte Kontaktinformationen zur Verfügung. Dafür können Sie den Header-Bereich oder eine zentral im Newsletter positionierte Kontakt-Box nutzen. So demonstrieren Sie Service-Orientierung und stärken die Kundenbindung. Integrierte Bestell- Hotlines erhöhen bei einem entsprechenden Angebot zudem die Chance, mit dem Newsletter umgehend neue Umsätze zu generieren.

Tipp 9: Homogenes Design gefragt

Der Wiedererkennungseffekt zwischen Newsletter und Webseite ist aus mehreren Gründen wichtig. Zum einen wird durch die Einheitlichkeit das Vertrauen, das ein Abonnent der Webseite bereits entgegenbringt, in den Posteingang transportiert. Zum anderen erhöht ein sanfter Übergang von Newsletter zu Landingpage die Wahrscheinlichkeit der Conversion. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass Webseite und Newsletter ein identisches Aussehen benötigen. Es darf sich im Design widerspiegeln, dass der Newsletter ein eigenständiges Medium ist – nur der Wiedererkennungseffekt sollte erhalten bleiben.

Tipp 10: Vertrauen schaffen

Wenn Nutzer nach vertrauensbildenden Elementen gefragt werden, nennen sie erfahrungsgemäß vor allem branchenrelevante Siegel. Sollten Sie im Newsletter geldwerte Produkte oder Leistungen anbieten, empfiehlt sich daher die Integration entsprechender Zertifizierungen und Auszeichnungen. Häufig wird hierfür der Footer-Bereich des Newsletters gewählt. Je nach Relevanz für die Abonnenten können auch deutlich prominentere Platzierungen sinnvoll sein, beispielsweise im Header-Bereich oder im Editorial.

Tipp 11: Allgemeine Newsletter-Regeln einhalten

Damit Sie rechtlich auf der sicheren Seite stehen, sollten Sie unabhängig von bisherigen Urteilen auf jeden Fall einige Mindeststandards einhalten. Besonders wichtig ist neben der Einbindung eines vollständigen Impressums ein funktionierender Abmeldelink. Das Impressum sollte im HTML-Format in den Newsletter eingebunden sein, damit es auch bei deaktivierten Grafiken angezeigt wird. Folgende Informationen dürfen nicht fehlen:

  • Name und Anschrift des Anbieters
  • E-Mail-Adresse und weitere Kontaktmöglichkeit (Telefon- oder Faxnummer)
  • Vertretungsberechtigte Personen
  • Aufsichtsbehörde, sofern der Dienst im Rahmen einer Tätigkeit angeboten oder erbracht wird, die der behördlichen Zulassung bedarf
  • Register (Handelsregister, Vereinsregister, Partnerschaftsregister oder Genossenschaftsregister)
  • Registernummer
  • Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

Der Abmeldelink wird häufig an einer unauffälligen Stelle eingebunden, damit der Abonnent ihn übersieht. Doch wenn die Abonnenten den Newsletter als Spam markieren, beeinträchtigen sie dadurch die zukünftige Zustellung. Integrieren Sie den Abmeldelink deshalb gut sichtbar in Ihren Newsletter, damit er von abmeldewilligen Abonnenten problemlos gefunden wird.

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