Heilbronn-Franken -

Zulassungspflichtige Unternehmen wieder weniger "So viele Betriebe in der Region wie noch nie"

So viele Handwerksbetriebe wie noch nie und wieder weniger qualifikationspflichtige Unternehmen, so lautet die jüngste Bilanz der Handwerkskammer Heilbronn-Franken für das Jahr 2018. Genau 12.378 Betriebe sind es mittlerweile in der Region. Insgesamt 43 zulassungspflichtige sind dagegen weggefallen: Ende 2018 waren es noch 7.958.

"Wir haben zweifellos den höchsten Stand an selbstständigen Handwerkern seit Bestehen unserer Kammer. Doch sehen wir die Entwicklung kritisch, dass es immer weniger zulassungspflichtige Betriebe gibt. Denn dadurch sinkt die Qualität im Handwerk", sagt Martin Weiß, der für die Eintragung der Betriebe in die Handwerksrolle zuständig ist. Zulassungspflichtig bedeutet, der Gründer muss den Meistertitel oder eine vergleichbare Qualifikation in seinem Handwerksberuf nachweisen, um sich selbstständig zu machen.

"Leider ist der Rückgang in diesem Bereich nichts Neues, sondern ein Trend, den wir seit Jahren sehen", bilanziert Martin Weiß. Den Grund hierfür sieht er im Konzentrations-Prozess, von dem vor allem das Lebensmittel-Handwerk stark betroffen ist: "Die kleineren Betriebe werden häufig von den größeren geschluckt. Da kauft dann eine Backkette die kleine Traditionsbäckerei auf oder der Metzger von nebenan macht zu, weil er mit den Preisen der Discounter nicht mithalten kann. Oder es fehlt der Nachfolger, der den Betrieb übernehmen kann."

Der Bestand an zulassungsfreien Handwerksbetrieben erhöhte sich von 2347 Unternehmen in 2017 um knapp drei Prozent bis Ende 2018: Inzwischen zählt die Kammer 2413 Betriebe in diesem Bereich. Ganz ähnlich präsentiert sich die Situation bei den handwerksähnlichen Gewerken: Hier zeigt sich ein Zuwachs von 33 neuen Unternehmen auf insgesamt 1990 bis zum Jahresende 2018.

Die komplette Statistik 2018 gibt es als Download unter hwk-heilbronn.de.

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