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Backup So sichern Sie Daten von Smartphone und Tablet

Smartphone und Tablet werden immer mehr zum kleinen Büro unterwegs. Sie speichern viele wichtige und sensible Daten. Diese sollten allerdings gut gesichert werden. Regelmäßige Backups helfen. So funktioniert’s.

Fotos, Mails und andere Unterlagen von Kunden werden heute wie selbstverständlich vom Handy oder Tablet aus verwaltet. Unterwegs hat man so alles dabei. Doch wenn die Geräte plötzlich den Geist aufgeben, Systemfehler auftreten oder gar gestohlen werden, sind alle Daten mit einem Mal weg. Umso wichtiger sind vernünftige Backups, also Kopien der wichtigsten digitalen Unterlagen auf einem anderen Datenträger.

Hardware lässt sich ersetzen, die Daten allerdings – wenn überhaupt – nur mit großem Aufwand. Backups helfen außerdem dabei, ein neues Gerät mit geringem Aufwand so einzurichten wie das alte. Das Telefonbuch oder die Lieblings-Apps sind auf diese Weise im gewohnten Umfang vorhanden.

Backup großzügig auslegen

Am wichtigsten sind Kontakt- und Kalenderinformationen, E-Mails, wichtige Dokumente sowie persönliche Fotos und Videos. Auch Anmeldeinformationen für Dienste im Internet sollten auf eine sichere Weise gespeichert werden.

«Im Zeitalter von preiswerten USB-Sticks und Terabyte-Festplatten kann man das Backup ruhig großzügig auslegen», sagt Stephan Heuser, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Darmstadt. USB-Sticks oder externe Festplatten eignen sich dafür gut. Dabei sollte man aber auch die durchschnittliche Lebenserwartung der Backup-Medien beachten.

Heuser empfiehlt, die Backups nicht nur lokal zu lagern, sondern bestenfalls geografisch zu verteilen – etwa im Bankschließfach oder bei Freunden. Ansonsten könnte zum Beispiel bei einem Wohnungsbrand sowohl PC, Smartphone und Tablet als auch die Backup-Festplatte zerstört werden.

Speichern in der Cloud

Auch die Sicherung im Onlinespeicher, der sogenannten Cloud, kann Vorteile bieten. Eine Wiederherstellung kann bei einem Hardware-Defekt dann von überall aus stattfinden – zum Beispiel auf einer Geschäftsreise oder im Urlaub, wenn der PC mit einem lokalen Backup nicht erreichbar ist. Aus Datenschutzgründen empfehlen Experten vor allem bei der geschäftlichen Anwendung allerdings lokale Backups. Ein Mitlesen oder Datenmanipulation – durch wen auch immer – wird damit deutlich erschwert.

Die naheliegendsten Cloud-Lösungen sind die der Geräte-Anbieter selbst – zum Beispiel iCloud von Apple, das Google-Konto bei Android oder OneDrive bei Windows-Phone. Wer diesen Firmen nicht vollständig vertraut, kann eigene Konten bei Cloud-Plattformen wie Dropbox nutzen. Eine Lösung, bei der sogar eigene Server betrieben werden können, ist myCloud.

Backups verschlüsseln

Für die lokale Sicherung der Daten bieten Smartphone- und Tablet-Hersteller schon ab Werk Optionen an. Android-Geräte können zum Beispiel über ein Google-Konto ihr komplettes System sichern. Der Prozess läuft im Hintergrund. «Für lokale Backups werden meist bereits durch den Geräteanbieter Apps mitgeliefert, zum Beispiel "Kies" bei Samsung-Geräten», sagt Katrin Borcea-Pfitzmann vom Institut für Informatik der TU Dresden. Diese seien jedoch nicht ganz so transparent verwendbar wie die Betriebssystem-Möglichkeiten.

Bei Apple funktioniert die lokale Sicherung über iTunes: «So ist es möglich, dass bei jedem Akku-Laden von iPhone oder iPad ein Backup mittels USB-Kabel über den Rechner angelegt wird», sagt sie. Darüber hinaus kann der Nutzer wählen, ob er das Backup in der iCloud oder lokal auf dem Rechner vornehmen will – auf Wunsch auch verschlüsselt.

Verschlüsselte Backups seien immer dann von Vorteil, wenn auch vertrauliche Daten mit abgelegt werden, etwa Nachrichten oder gar Passwörter. Vor allem wenn das Backup in der Cloud erfolgt, sollte auf jeden Fall eine Verschlüsselung gewählt werden. dpa

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