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Barrierefreies Wohnen So möchte Deutschland im Alter wohnen

Der letzte Umzug liegt für die meisten Menschen über 60 schon eine Weile zurück. Wenn die Barrieren im eigenen Zuhause zu groß werden, sind Viele zu einem Wohnungswechsel gezwungen. Welche Bedürfnisse die Generation 60 plus ans Wohnen hat und was Jüngere beim Kauf beachten können.

Toben Kinder durch Haus und Garten fehlt oft an allen Ecken und Enden der Platz – das Haus kann gar nicht groß genug sein. Wird man älter, ändern sich die Bedürfnisse. Das Treppensteigen wird schwerer und der große Garten macht zu viel Arbeit. Im Alter noch einmal umzuziehen fällt vielen dennoch schwer, denn im Zuhause stecken eine Menge Erinnerungen.

Egal ob Wohngemeinschaft, Mehrgenerationenhaus, Pflegeheim oder barrierefreies Haus, die Alternativen für altersgerechtes Wohnen können ganz unterschiedlich aussehen. In einer Umfrage hat die online Plattform Immobilienscout 24 gefragt, welche Wünsche, Bedürfnisse und Möglichkeiten die Generation 60 plus in Bezug auf das Wohnen im Alter hat.

Bedürfnisse älterer Menschen erkennen

Dreiviertel der Befragten möchten gerne in den eigenen vier Wänden alt werden. Die Optimierung des eigenen Wohnraums wird dadurch zunehmend an Bedeutung gewinnen. 75 Prozent der Umfrageteilnehmer müssen aktuell noch Treppen überwinden, ebenso viele haben Angst diese später nicht mehr überwinden zu können. Nur rutschige Oberflächen bereiten den Umfrageteilnehmern noch mehr Sorgen.

Um das eigene Zuhause altersgerecht umzubauen und Barrieren zu reduzieren, gibt es Förderungmöglichkeiten, z.B. von der KfW die Förderung "Altersgerechtes Umbauen". Mit dieser gibt es bis zu 6.250 Euro je Wohnung zur Reduzierung von Barrieren. Außerdem gibt es bis zu 4.000 Euro Pflegezuschuss von den Krankenkassen z.B. zum Einbau von Treppenliften.

Umbaumaßnahmen sind häufig

Zwei Drittel der Teilnehmer haben bereits Vorkehrungen getroffen. Rund die Hälfte möchte zusätzlich noch Umbauten vornehmen. Besonders Hilfselemente im Bad wünschen sich fast 80 Prozent. Jeder Zehnte der Umfrageteilnehmer möchte in selbstbestimmten Projekten, wie Wohngemeinschaften leben. sm

Checkliste für Barrierefreies Wohnen:

Anhand der Umfrageergebnisse hat Immobilienscout24 eine Liste zusammengetragen, welche Maßnahmen es grundsätzlich gibt, ein Haus oder eine Wohnung barrierefrei zu gestalten.

Allgemein:

  • Installation eines Treppenlifts
  • Beidseitige Handläufe
  • Rutschfeste und sichtbare Stufen
  • Schwellenfreie und breite Türen
  • Hellausgeleuchtete Räume

Schlafzimmer:

  • Aufstehhilfen im Bett
  • Höhenverstellbare Betten
  • Körperangepasste Matratzen
  •  Leuchtende Lichtschalter
  • Viele Steckdosen
  • Lange Beleuchtungsintervalle

Küche:

  • Herd und Spüle unterfahrbar
  • Einrichtungen auf Augenhöhe
  • Sitzgelegenheiten und Stehhilfen
  • Leicht bedienbare Küchengeräte
  • Farblich getrennte Küchenutensilien
  • Viele Verstaummöglichkeiten

Badezimmer:

  • Ebenerdige Dusche
  • Rutschfester Boden
  • Sitzgelegenheiten in Dusche
  • Barrierefreie Toilette
  • Haltegriffe
  • Bequemer Wannen-Einstieg
  • Notrufgerät/Hausnotruf
Quelle: immobilienscout24.de

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