Gesundheit -

Angestrengte Augen Smartphones: Stress für die Augen

Das Smartphone ist allgegenwärtig. Als Wecker holt es viele aus dem Schlaf, als mobiles Lexikon ist es jederzeit einsetzbar und als soziales Bindemittel ist es für viele unverzichtbar. Doch der ständige Blick auf den kleinen Bildschirm ist für die Sehgewohnheiten eine nie dagewesene Umstellung.

Mehr als die Hälfte aller Deutschen - 44 Millionen Personen - besitzt inzwischen ein Smartphone. Eingesetzt wird es für alles Mögliche: zum Surfen im Internet, zum Musik hören, um Notizen zu machen. Doch die Geräte können für die Augen des Nutzers eine echte Belastung werden.

Während beim natürlichen Sehen die Augen ständig in Bewegung sind, sich auf unterschiedliche Lichtverhältnisse einstellen und den Fokus von nah auf fern wechseln fallen alle diese Tätigkeiten bei der Nutzung eines Mobilgerätes weg. Hier gibt es nur kleinste Blicksprünge, unnatürliches Licht und einen gleichbleibenden Abstand.

Schwerstarbeit für die Augen

Besonders dieser gleiche Abstand kann den Augen zu schaffen machen. Sie müssen "akkommodieren", also die optische Brechkraft der Linsen erhöhen und "konvergieren", also die Augen zur Nasenspitze hin nach innen stellen um das Gerät im Sichtfeld zu fixieren. Für die Augen bedeutet das Schwerstarbeit, denn die Geräte werden von den meisten Menschen noch näher ans das Gesicht heran gehalten als etwa ein Buch.

Experten fassen die vielzähligen Beschwerden, die daraus entstehen können, unter dem Begriff "Computer Vision Syndrome" (CVS) zusammen. Darunter fallen Beschwerden wie trockene Augen, unscharfe Sicht, Kopf-, Nacken- oder Rückenprobleme. Wer nach intensiver Nutzung eines Smartphones solche Beschwerden entwickelt, sollte unbedingt einen Augenoptiker aufsuchen. Dieser kann sämtliche anfallende Fragen beantworten und eine eventuell bestehende Fehlsichtigkeit feststellen. In Zukunft werden die Belastungen und somit auch die Beschwerden noch ansteigen, denn die Nutzung von Smartphones, Tablets und anderen Geräten mit Bildschirm wird weiter zunehmen. dhz

Übungen zum Augen entspannen
Gähnen: Dient der Befeuchtung und somit der Reinigung der Augen. Zudem entspannt es den Körper, besonders das Gesicht und steigert die Sauerstoffzufur.

Abdunkeln: Die Hände gegeneinander reiben und die Handflächen über die geschlossenen Augen legen. Ziel ist es, von außen kein Licht mehr wahrzunehmen.

Abklopfen: Mit Mittel- und Zeigefinger den Bereich der Augenbrauen und unterhalb der Augen von der Nase nach außen abklopfen. Die Augen geschlossen halten.

Fernblick: Stufenweise fünf Objekte nacheinander fokussieren. Beginnen Sie nah und blicken immer weiter weg. Am Ende an einen weit entfernten Punkt schauen – am besten aus dem Fenster.

Schwingen: Einen Arm ausgestreckt vor sich in einem Halbkreis von links nach rechts schwingen. Die Augen folgen der Hand. Hin und wieder einen ganzen Kreis einbauen. Den Kopf ruhig halten.

Aufreißen: Augen zusammenkneifen und danach übertrieben aufreißen. Beides allerdings nicht so, dass die Augen schmerzen.

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten