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Schaufenster ansprechend gestalten 7 Tipps für die Weihnachtsdeko im Betrieb

Tote Fliegen, kitschige Weihnachtsbäume und billige LEDs locken sicherlich keine Kunden in den Laden. Aber mit der richtigen Weihnachtsdeko können Betriebe in der Adventszeit punkten. Ansprechend gestaltete Fenster bieten gute Möglichkeiten, Passanten innehalten zu lassen und in den Laden zu locken.

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Das gilt auch für Schaufenster von Ladenlokalen. Ob Bäcker, Friseure oder mitunter auch Sanitärbetriebe: Vielen Handwerkern bietet sich gerade zur Weihnachtszeit durch eine gelungene Schaufenstergestaltung die Chance, die Kunden für sich einzunehmen. Man kann aber auch vieles falsch machen und damit im schlechtesten Fall die Kunden vergraulen. Gerade in der Vorweihnachtszeit sollte man sich mit seinem Schaufenster große Mühe geben, um durch warmes Licht und eine ansprechende Dekoration die Kunden in das Geschäft zu locken. Sieben Tipps für eine ansprechende Schaufensterdekoration für die Weihnachtszeit.

Tipp 1 für die Weihnachtsdeko im Betrieb: Zielgruppenorientiert gestalten

Ein Schaufenster ist nicht nur Dekoration, sondern Inszenierung – es repräsentiert das gesamte Geschäft: Sortiment, Qualität, Preisgestaltung und Fachkompetenz sollen hervorgehoben und die Zielgruppe direkt angesprochen werden. Es ist daher wichtig, das Fenster nicht einfach irgendwie weihnachtlich zu gestalten, sondern sich etwas zu überlegen, was eine gute Schnittmenge der Leistungen des Unternehmens abbildet und für das Geschäft steht. Bei einer Bäckerei bieten sich beispielsweise ein Lebkuchenhaus und Plätzchen als Deko an, bei einem Friseur ein Engelsmotiv – und bei einem klassischen Handwerksbetrieb vielleicht eine Weihnachtsmannfigur im Blaumann.

Tipp 2 für die Weihnachtsdeko im Betrieb: Highlights optimal präsentieren

Ein Schaufenster ist eines der wenigen Werbemittel, das dreidimensionale Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Und das sollte man nutzen und nicht nur Weihnachtskugeln und Sterne auf dem Boden verteilen. Es gibt in jede Himmelsrichtung Möglichkeiten: horizontal über Tische oder mit Stoff bezogene Kartons, vertikal über hintereinander gestellte Elemente und in der Höhe beispielsweise über Regale. Höhe und Tiefe lässt sich über ein Stufensystem kombinieren, in der Breite bietet sich ein Präsentationsbaum an. Besondere Highlights sollten dabei auf Augenhöhe präsentiert werden – das ist eine Höhe von etwa 1,60 Metern. Und bei der Gestaltung sollte man bedenken, dass Passanten aktiv an dem Fenster vorbeilaufen. Heißt: Eine übersichtliche Gestaltung ist wichtig.

Servietten falten: Tannenbäume für Weihnachten

Tipp 3 für die Weihnachtsdeko im Betrieb: Hintergründe geschickt platzieren

Manche Schaufenster geben den Blick auf das Ladeninnere frei. Solche sogenannten Durchsichtanlagen haben den Vorteil, dass Passanten vor Betreten des Geschäfts einen ersten Eindruck von den Räumlichkeiten gewinnen – angeblich baut das Schwellenängste ab. Der Nachteil: Der Blick des Betrachters kann leicht abschweifen und bleibt nicht auf der weihnachtlichen Präsentation im Fenster haften. Abhilfe können variable Trennwände schaffen, die man mit Fototapeten, Stoffen oder Kunst weihnachtlich-individuell gestalten kann. Sie können auch als Projektionsfläche für Video- oder Lichtinstallationen genutzt werden, wenn man es anspruchsvoll mag. Ladenfenster, die durch eine massive Wand vom Geschäft getrennt sind, wirken hingegen wie abgeschlossene Räume. Hier gilt der Grundsatz, dass eine helle Farbgestaltung und eine gute Ausleuchtung besonders wichtig sind.

Tipp 4 für die Weihnachtsdeko im Betrieb: Auf den roten Faden achten

Wichtig für jede Art der Schaufenstergestaltung ist ein Thema. Dabei kann man sich von den eigenen Produkten beziehungsweise Dienstleistungen, aktuellen Trends oder auch seinem liebsten Weihnachtsfilm inspirieren lassen. Wichtig bei der Anordnung der einzelnen Elemente: Die Blickrichtung läuft von links oben nach rechts unten – wer mit seinem Schaufenster eine Geschichte erzählen möchte, sollte das beachten. Das ist auch wichtig, wenn man mit Schrift arbeitet. Und man sollte darauf achten, dass der rote Faden sich im Geschäft fortsetzt. Denn ein Schaufenster, das etwas verspricht, was der Laden den es repräsentiert anschließend nicht, sorgt bei den Kunden für Enttäuschung. Und Enttäuschung ist schlecht fürs Geschäft.

Tipp 5 für die Weihnachtsdeko im Berieb: Ein stimmiges Lichtkonzept finden

Bläuliches Licht, wie es von vielen billigen LEDs abgestrahlt wird, wirkt kalt. Rötliches Licht erzeugt hingegen Wärme und positive Emotionen – und das ist besonders in der kalten Jahreszeit wichtig. Reflektoren, die in die Breite strahlen und einzelne farbige Elemente setzen besondere Akzente. Einzelne Produkte und besondere Eye-Catcher – etwa eine dezente Weihnachtsmann-Figur oder ein Rentier – können mithilfe von Spots hervorgehoben werden. Außerdem wichtig: Die Schaufensterbeleuchtung sollte grundsätzlich auch tagsüber eingeschaltet sein.

Tipp 6 für die Weihnachtsdeko im Betrieb: Weniger ist mehr

Ein knallbunt-kitschiger Kunst-Weihnachtsbaum, ein Berg Geschenke, Schneeflocken, ein Schneemann und überall blinkende Lichter: Man kann es mit der weihnachtlichen Schaufenstergestaltung auch übertreiben. Es gilt der Grundsatz „weniger ist mehr“ – und sich auf ein ausgewähltes Thema – etwa Schnee, Geschenke oder auch die Geschichte von Rudolph dem Rentier – zu beschränken. Noch ein Tipp: Bewegliche Elemente, etwa Modelleisenbahnen, gehen immer. Da bleiben jung und alt, vor allem in Kombination, gerne ein paar Minuten stehen.

Tipp 7 für die Weihnachtsdeko im Betrieb: Sauber und aufgeräumt

Staub, tote Insekten, dreckige Scheiben, Müll vor dem Fenster: Es gibt einige Dinge, die jedes ansonsten noch so ansprechend gestaltetes Schaufenster ruinieren. Deshalb sollte man sich morgens beim Betreten des Ladens und abends beim Verlassen eine Minute Zeit nehmen und schauen, ob alles immer noch in bester Ordnung ist. Denn schließlich ist das Schaufenster die Visitenkarte der Firma – und der erste Eindruck zählt.

Ein wichtiges Instrument zur Verkaufsförderung

Das allererste Schaufenster gab es in Paris, ungefähr um das Jahr 1780. Und seither ist es nicht tot zu kriegen: Bis heute gehören Schaufenster zu den wichtigsten Werbemitteln und Instrumenten zur Verkaufsförderung. Aufmerksamkeit erregen, Emotionen auslösen, Neugier und Interesse wecken, Botschaften und Informationen vermitteln und am besten auch noch eine Geschichte erzählen: All diese Funktionen kann ein gut gestaltetes Schaufenster Marketingexperten zufolge übernehmen.

Laut einer in der Fachpublikation „Absatzwirtschaft“ erschienenen Analyse unterscheidet man dabei die kognitive sowie die emotionale Wirkungsebene: Produkte, Preisgestaltung und Informationsgehalt unterstützen die Kaufentscheidung und wirken deshalb kognitiv, während Beleuchtung, Farbgestaltung und Dekoration emotionale Effekte auf die Kunden haben. Beide Ebenen sollten bei der Gestaltung gleichermaßen berücksichtigt werden.

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