Oberfranken -

Umfrage Sehr guter Jahresabschluss im oberfränkischen Handwerk

Das Jahr 2018 beschloss das oberfränkische Handwerk mit starkem Ergebnis: 92 % der befragten Betriebe waren mit ihrer Geschäftslage in den letzten drei Monaten mindestens zufrieden.

Das entspricht dem hohen Durchschnitt der vier Quartale im Jahr 2018. „Das Handwerk in Oberfranken steckt auch beim Jahresabschluss 2018 weiter voller Kraft. Die starke Konjunktur bleibt unseren Mitgliedsbetrieben erhalten und die Bewertung der Geschäftslage springt von einem Hoch zum nächsten“, kommentiert der Präsident der Handwerkskammer für Oberfranken, Thomas Zimmer, die aktuellen Umfrageergebnisse.

„2018 ist aber auch deutlich geworden“, so Zimmer weiter, „dass die Handwerksbetriebe in Oberfranken im Jahr 2019 eher mit einer Stabilisierung, denn mit allzu großem bzw. zusätzlichem Wachstum rechnen.“ Fast drei Viertel gingen davon aus, dass die Geschäftslage ungefähr gleich bleibe. Somit bleibe die Konjunktur zwar stark, werde aber wohl weniger stark wachsen. Was der Handwerkspräsident beschreibt, zeigt sich deutlich beim Geschäftsklimaindex, der auch die Erwartungen der Inhaberinnen und Inhaber berücksichtigt. Dieser ist mit 115 Punkten zwar immer noch überdurchschnittlich hoch, im Vergleich zum Vorquartal aber um vier Punkte zurückgegangen.

Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Thomas Koller, will die gestiegene Unsicherheit bei den Mitgliedsbetrieben aber nicht überbewerten: „In unserer aktuellen Umfrage deutet nichts darauf hin, dass sich die Handwerkskonjunktur in den nächsten Monaten merklich abkühlen wird. Im Gegenteil: Mit durchschnittlich 8,7 Wochen bei der Auftragsreichweite haben die oberfränkischen Handwerkerinnen und Handwerker ein dickes Polster.“ Zuletzt wurden derart hohe Werte Anfang der 90er-Jahre gemeldet.

Dementsprechend hoch ist mit 79 % die mittlere Kapazitätsauslastung im oberfränkischen Handwerk. „Über 35 % der Befragten sind zu 100 % oder sogar darüber hinaus ausgelastet“, ergänzt Thomas Koller. Für den Rückgang bei den Erwartungen macht der Hauptgeschäftsführer vor allem internationale Handelskonflikte sowie einen möglichen Chaos-Brexit verantwortlich. „In der Gesamtbetrachtung war 2018 ein sehr starkes Jahr für die oberfränkische Handwerkskonjunktur“, führt Thomas Koller weiter aus. „Aktuell erkennen wir kaum Risiken für unsere Handwerksbetriebe, die sich auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirken könnten.“

Solange die Konsumbereitschaft und die Ausgaben der öffentlichen Hand hoch blieben, habe das Handwerk gut zu tun. Insbesondere die Mitgliedsbetriebe in den Bau- und Ausbauhandwerken würden auch 2019 von der hohen Nachfrage im Wohn- und Gewerbebau profitieren.

Insgesamt bewegt sich die Handwerkskonjunktur auf dem Niveau des Vorjahres (52,5 % gute Geschäftslage, 39,5 % befriedigende Geschäftslage). Die große Nachfrage im Wohn- und Gewerbebau lässt nicht nach, was den Bau- und Ausbauhandwerken eine hervorragende Geschäftslage beschert: Jeweils 62 % meldeten sogar eine gute Geschäftslage.

Die Bewertung der Geschäftslage bei Zulieferern und Betrieben des gewerblichen Bedarfs ist zum Vorjahresquartal nahezu unverändert: Über 90 % sind zufrieden. Dass im Kfz-Handwerk nur 22,5 % von einer guten Geschäftslage sprechen, ist auf den Einbruch der Neuzulassungen im Herbst zurückzuführen. Dennoch sind aufgrund der guten Auslastung im Werkstattbereich 65,5 % zufrieden.

Im Vergleich zum Vorjahr schneiden die Nahrungsmittelhandwerke etwas schlechter ab, zeigen aber weiterhin eine recht gute Geschäftsentwicklung (48 % gut, 41 % befriedigend).

Die Geschäftslage der Gesundheitshandwerke stagniert zum Jahresende auf gutem Niveau, allerdings sind 15 % der befragten Inhaberinnen und Inhaber mit der aktuellen Lage nicht zufrieden.

Friseure und Kosmetiker legen zum Jahresende noch einmal etwas zu und verbessern sich sowohl im Vergleich zu den Vormonaten als auch im Vergleich zum Vorjahr (45,5 % gute Geschäftslage, 41,5 % befriedigende Geschäftslage).

Den vollständigen Bericht finden Sie auf hwk-oberfranken.de im Bereich „Service Center“ „Zahlen – Daten – Fakten“ zum Download

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