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Kfz-Versicherung wechseln Schutz in Millionenhöhe: Was bei der Kfz-Versicherung wichtig ist

Wer seine Kfz-Versicherung wechseln will, muss seine alte oft bis zum 30. November kündigen. Doch wer braucht eigentlich welche? Und wie hoch sollte der Schutz sein? Dazu rät die Zeitung "Finanztest".

Eine Haftpflichtversicherung ist für alle Autohalter verpflichtend. Sie tritt für Schäden ein, die man anderen etwa durch einen Unfall zufügt. Die Zeitschrift "Finanztest" (Ausgabe 11/2020) rät hier zu Höchstdeckungssummen von mindestens 100 Millionen Euro und 15 Millionen Euro pro geschädigter Person.

Das klingt viel, solche extrem teuren Unfälle seien zwar selten. Dennoch sind diese Summen ratsam. Vorgeschrieben ist für Sachschäden nur eine Summe von 1,22 Millionen Euro. Aber jeder Cent, den die Unfallkosten darüber ausmachen, wäre selbst zu zahlen. Schäden am eigenen Auto, begleicht diese Versicherung nicht. Daher reicht sie in der Regel für ältere Autos mit wenig Wert.

Unterschied zwischen Teilkasko- und Vollkaskoversicherung

Eine Teilkasko greift bei Einbruch und Diebstahl des Autos. Ferner sind Glasbruch aber auch diverse Unwetterschäden, Tierbisse und Wildschäden inbegriffen. Die genannten Leistungen sind alle auch in einer Vollkaskoversicherung enthalten. Wichtigster Unterschied: Sie zahlt auch Schäden am eigenen Auto, die selbst verschuldet worden sind. Auch bei Vandalismus und durch Unfallflucht des Verursachers entstandene Kosten greift sie.

Was eine Kaskoversicherung kostet, ist individuell unterschiedlich und hängt von persönlichen Umständen wie Alter, Wohnort und vom Fahrzeug ab. "Finanztest" nennt knapp 90 Euro im Jahr für eine Teilkasko als Durchschnittswert und rund 330 Euro für die Vollkasko. Letztere ist eher bei neuen oder teuren gebrauchten Autos ratsam. dpa

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