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Wirtschaftsforum Hamburg Schröder will deutsche Wirtschaft stärker öffnen

Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) hat sich für eine stärkere Öffnung der deutschen Wirtschaft ausgesprochen. Es gebe zwei Möglichkeiten auf den verschärften Wettbewerb zu reagieren.

"Entweder man setzt auf Protektionismus oder man steigert mit Reformen die eigene Konkurrenzfähigkeit und setzt auf internationale Regelungen", sagte Schröder vor dem Wirtschaftsforum Hamburg. Er warne jedoch davor, die deutsche Wirtschaft vor ausländischem Kapital abzuschotten.

Deutschland sei mehr als andere auf ausländische Investoren angewiesen, fügte er hinzu. Das gelte auch für Staatsfonds, von denen die meisten "als verantwortungsbewusste Investoren eine Menge zur Stabilität der internationalen Finanzmärkte beitragen".

Mit Blick auf die steigenden Energiepreise sprach sich Schröder zugleich für eine weitere Förderung erneuerbarer Energien aus. Auch müsse sich Deutschland den Zugang zu fossilen Energieträgern sichern. Transportwege unter anderem nach Russland müssten auf- und ausgebaut werden. Die Gefahr einer Abhängigkeit von Energielieferungen aus Russland wies Schröder zurück. Er betonte: "Wir können Sicherheit durch Verflechtungen herstellen."

ddp

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