Panorama -

World Press Photo Awards Schockierend und schön - die besten Pressefotos 2018

Flüchtlingskatastrophen, Straßenschlachten und Kriege, aber auch beeindruckende Tier- und Landschaftsaufnahmen. Die World Press Photo Awards 2018 fangen wichtige Ereignisse in beeindruckenden Bildern ein. Nun steht der Gewinner fest.

Die Vertreibung des so genannten Islamischen Staats, die Not der Rohingya in Bangladesch oder Attentate in Las Vegas oder London. Die World Press Photo Awards packen das Zeitgeschehen in emotionale Bilder, die nicht mehr so schnell aus dem Kopf gehen. Gewürdigt werden Fotografen, die im vergangenen Jahr ein Ereignis von großer journalistischer Bedeutung in einem besonderen Foto festgehalten haben.

Für das Pressefoto des Jahres waren insgesamt sechs Kandidaten nominiert. Für seine Aufnahmen vom Kampf um die irakische Stadt Mossul erhielt der New-York-Times Fotograf Ivor Prickett sogar gleich zwei Nominierungen.

Der Preis für das beste Pressefoto des Jahres geht jedoch an Ronald Schemidt aus Venezuela. Sein Foto mit dem Namen "Venezuelas Krisen" zeigt José Víctor Salazar Balza (28) bei gewalttätigen Zusammenstößen mit der Bereitschaftspolizei bei einem Protest gegen Präsident Nicolás Maduro in Caracas. Salazar wurde angezündet, als der Benzintank eines Motorrads explodierte. Er überlebte den Vorfall mit Verbrennungen ersten und zweiten Grades. Schemidt (geb. 1971) ist Fotograf für die Agentur Agence France-Presse mit Sitz in Mexiko.

Jury-Vorsitzende Magdalena Herrera begründet die Entscheidung: "Das Foto des Jahres muss ein wichtiges Ereignis erzählen und es muss Fragen stellen. Es muss einen Standpunkt sichtbar machen. Es ist ein klassisches Foto, aber es hat eine Energie und Dynamik, die einen sofort mitnimmt. Die Farben, die Bewegung, die Komposition sind stimmig. Das Bild zeigt Stärke und weckt Emotionen."

Neben dem Hauptpreis gewann Schemidt auch in der Kategorie "Aktuelle Nachrichten" für das beste Einzelfoto.

Zwei deutsche Fotografen gewinnen

Mit Jesco Denzel und Thomas P. Peschak wurden auch zwei deutsche Fotografen ausgezeichnet.

Jesco Denzel war in Nigeria unterwegs und begleitete mit seiner Kamera ein Boot aus Marina durch die Kanäle der Gemeinde Makoko. Ein altes Fischerdorf, das zu einer riesigen Siedlung geworden ist - an den Ufern der Lagune von Lagos.

Thomas P. Peschak hat für National Geographic die außergewöhnliche Vielfalt an Tierleben entlang des Galapagos-Archipels beobachtet. Außerdem war er in Namibia unterwegs und hielt mit seiner Kamera den Schwund von afrikanischen Pinguinkolonien fest. Peschak wurde gleich dreimal ausgezeichnet.

Insgesamt haben sich 4.548 Fotografen aus 125 Ländern am Wettbewerb beteiligt. 42 Fotografen aus 22 Ländern waren für die Auszeichnungen in acht Kategorien nominiert.

Die besten Bilder finden Sie in der Bildergalerie.

Die besten Pressefotos 2018

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