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Saalbach Hinterglemm Schnee und Action im "Skicircus Saalbach Hinterglemm"

Ab auf die Piste: Im Salzburger Land läuft der Skibetrieb seit Mitte November. Ganz ohne die Unterstützung der Technik geht es aber nicht

Schnee und Action im "Skicircus Saalbach Hinterglemm"
Umgeben von den Kitzbüheler Alpen und den Pinzgauer Grasbergen, gibt es im "Skicircus Saalbach Hinterglemm" breite Carving-Pisten und rasante WM-Abfahten. -

Breite Pisten, rasante Abfahrten und natürlich Schnee. Das wünscht sich jeder Skifahrer. Doch dieser Winter stellt mancherorts die Wintersport-Fans auf eine harte Geduldsprobe und die Skigebietbetreiber vor große Herausforderungen.

Im "Skicircus Saalbach Hinter­glemm" im Salzburger Land wird diesen Umständen getrotzt. Mit 200 Pistenkilometern und 55 Liftanlagen gehört es zu den größten Skigebieten Österreichs.

Aber ganz ohne technische Unterstützung geht es auch hier nicht. Um den Skibetrieb zu garantieren, wurde die letzten Jahre immer wieder in den Ausbau der Beschneiungsanlagen investiert. Schon im letzten Jahr wurde ein Speicherteich in Betrieb genommen, um eine noch bessere Schneesicherheit zu garantieren.

Auf geht’s zum Skilift

Skischuhe anschnallen, Skier schultern und auf geht’s zum Lift. Direkt in den beiden Orten – Saalbach und Hinterglemm – starten die Skilifte und Gondelbahnen ins Skigebiet. In nur wenigen Minuten ist man mittendrin und muss sich zwischen weiten Carving-Pisten oder steilen WM-Abfahrten entscheiden. Für Snowboarder und ihre waghalsigen Sprünge gibt es Snow­parks und die kleinen Skifahrer üben ihre ersten Schwünge am Übungslift.

Aber eines ist im ganzen Skigebiet gleich, alle Skifahrer sind umgeben vom Bergpanorama der Kitzbüheler Alpen und der Pinzgauer Grasberge. Frische Luft und Bewegung, da knurrt der Magen. Für den kleinen Einkehrschwung zwischendurch gibt es, von urig bis modern, zahlreiche Hütten auf und neben der Piste. Eine besondere Spezialität der Gegend sind die "Blad’l", ein Teig aus Roggen- und Weizenmehl, der im heißen Fett gebacken und danach mit Sauerkraut, Kartoffelsalat, Kohlrabi oder mit Kartoffelgröst’l gefüllt wird.

Für Action ist gesorgt. Snowtubing oder Snowmobilfahren heißen die Disziplinen für Adrenalinjunkies. Zu Deutsch: Man saust entweder auf großen Reifen eine Schneerutsche hinunter oder legt sich auf einem Gefährt mit Kufen wie auf einem Motorrad rasant in die Kurven. Auch auf dem Beifahrersitz einer Pistenraupe dürften einige Kindheitsträume wahr werden. Den ganzen Winter über gibt es zahlreiche Events. Die Saison startet jeden Dezember mit dem dreitägigen "Bergfestival", Bands wie LaBrassBanda oder Guano Apes rocken dann in die neue Skisaison. Das Pendant dazu heißt "Rave on Snow". Vier Tage lang feiern Elektrofans unter anderem auf dem 2.000 Meter hohen Schattberg. Im Fe­bruar steht dann noch die "BMW Winterfreude" auf dem Programm, hier können Autofreaks ihre Fahrkenntnisse bei Eis und Schnee testen.

Natur und Ruhe

Aber es geht auch anders. Natur, Ruhe und Einsamkeit gibt es ebenfalls im sonst so lebhaften Winterskiort. Auf Winterwanderwegen genießen Schneeschuhwanderer und Skitourengeher die verschneite Winterlandschaft. Oder man unternimmt ganz ohne Anstrengung, dafür romantisch und warm eingepackt, in Felle und Decken eine Fahrt mit der Pferdekutsche durch das Glemmtal.

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