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Nachhilfe für Berufsschüler Schlechte Noten – und nun?

Im Ausbildungsbetrieb alles in Ordnung, doch in der Berufsschule läuft es schlecht. Kein Grund hinzuwerfen. Wer sich rechtzeitig um Nachhilfe kümmert, macht einen guten Eindruck beim Chef und schafft die Prüfung. Eine Übersicht zu Nachhilfelehrern und finanziellen Hilfen.

Kommt ein Auszubildender in der Berufsschule nicht mit, kann das mehrere Gründe haben: Vielleicht wurde in der Schule nicht alles gelernt, was für die Berufsschule vorausgesetzt wird. Hinderlich können z.B. Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache sein.

Wenn es Probleme gibt, sollten Azubis am besten direkt mit den Lehrern sprechen. In einigen Berufsschulen gibt es Zusatzkurse oder Schüler aus einem höheren Ausbildungsjahr geben Nachhilfeunterricht. Aber auch das Gespräch mit dem Chef sollten sie nicht scheuen: Manche Betriebe organisieren eigenen Nachhilfeunterricht. Dann helfen Gesellen, die Aufgaben aus der Berufsschule zu lösen.

Professionelle Nachhilfe muss nichts kosten

Auch die Frage an den Chef nach professionellem Nachhilfeunterricht wird oft positiv aufgenommen. Die Kosten dafür übernimmt die Bundesagentur für Arbeit, wenn eine erfolgreiche Ausbildung gefährdet ist. Für den Lehrling und seinen Betrieb entstehen dann keine Ausgaben. Das Programm, in dem der Nachhilfeunterricht gefördert wird, heißt ausbildungsbegleitende Hilfen (abH):
  • In einer Gruppe mit circa fünf weiteren Auszubildenden wird wöchentlich zwischen drei und acht Stunden geübt. Den Unterricht der abH erteilen Fachlehrer oder Sozialpädagogen.
  • Der Nachhilfeunterricht bereitet auf Klassenarbeiten vor. Möglich ist auch die Deutschkenntnisse zu verbessern.
  • Hilfe gibt es auch bei Alltagsproblemen. Bei Bedarf werden auch gemeinsame Gesprächstermine mit den Ausbildern, Lehrkräften und Eltern organisiert.
  • Der Ausbildungsbetrieb kann die Fortschritte über einen in Abstimmung erstellten individuellen Förderplan verfolgen. So weiß der Chef immer, wo es gerade hakt und kann auch selbst helfen.
  • Die ausbildungsbegleitenden Hilfen laufen in der Regel ein Jahr. Klappt es danach immer noch nicht so gut, kann der Auszubildende auch bis zu Gesellenprüfung zur Nachhilfe gehen.

Weitere Informationen gibt es bei der Berufsberatung der nächstgelegenen Arbeitsagentur. Die Adresse steht hier.

So zur Nachhilfe anmelden

Wer an der Nachhilfe teilnehmen möchte, muss zunächst mit einem Chef darüber sprechen. Zur Anmeldung braucht jeder Auszubildende eine schriftliche Einverständniserklärung seines Betriebes. Dann muss er bei der Arbeitsagentur folgende Unterlagen vorgelegt:
  • Ausbildungsvertrag,
  • aktuelles Berufsschulzeugnis,
  • Schulabschlusszeugnis,
  • Lebenslauf. cg
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