Freiburg -

GETEC 2019 „Schaufenster für Innovationskraft des Handwerks“

An einem gemeinsamen Stand zeigen die Handwerkskammer Freiburg und die Bauwirtschaft Baden-Württemberg auf der GETEC 2019, was die Digitalisierung für das Baugewerbe bedeuten kann.

Handwerk hat Zukunft, und Handwerk ist Zukunft.“ Johannes Ullrich, Präsident der Handwerkskammer Freiburg, macht klar, was diese Aussage für ihn bedeutet. „Wichtige Projekte wie die Energiewende, der Breitbandausbau, der Bau neuen und zusätzlichen Wohnraums oder einer guten Verkehrsinfrastruktur sind nur mit dem Handwerk zu realisieren. Das Handwerk ist unabdingbar, um in diesen Zukunftsfeldern überhaupt einen Fuß auf den Boden zu bekommen“, gibt er sich überzeugt.

„Gemeinsam mit der Bauwirtschaft Baden-Württemberg machen wir die Gebäude.Energie.Technik 2019 zu einem regionalen Schaufenster für die Innovationskraft des Handwerks“, erklärt Ullrich. Erstmals widmen sich beide Partner vom 8. bis 10. Februar mit einem gemeinsamen Auftritt dem Thema Digitalisierung in der Bauwirtschaft. Unter dem Motto „Zukunft Digitalisierung“ regt der Gemeinschaftsstand in der Messehalle 2 der Messe Freiburg zur Information und zum Austausch über Möglichkeiten zur betrieblichen Nutzung digitaler Techniken an.

Vortragsveranstaltung für Baugewerbe

Neben der Aktionsfläche bieten Bauwirtschaft und Handwerkskammer am Freitagnachmittag zudem ein Vortragsprogramm für Fachbesucher. Wie wirtschaftlich und nachhaltig sind moderne Außenwandsysteme? Welche Konsequenzen hat das neue Gebäudeenergiegesetz für die Baupraxis? Um diese Fragen geht es bei der gemeinsamen Vortragsveranstaltung am 8. Februar ab 15 Uhr. Anschließend bietet sich den Teilnehmern bei einem zünftigen Handwerkervesper am Messestand der Handwerkskammer und der Bauwirtschaft die Möglichkeit zum Austausch.

Handwerk im Wandel

Gesprächsstoff gibt es reichlich: Mit der steigenden Komplexität von Technik und digitalen Anwendungsmöglichkeiten in vielen Bereichen des Lebens wandelt sich auch das Handwerk. Es spiegelt heute die veränderte Lebenswelt der Kunden wider. Handwerker bringen neue Technologien, digitale Anwendungen und neue Materialien zum Einsatz. Der allgemeine Grad der Vernetzung nimmt zu. Komplexe Bauprojekte etwa lassen sich heute bis ins letzte Detail auf mehreren virtuellen Ebenen und von verschiedenen Schnittstellen aus digital nachvollziehen.

Technische Hilfsmittel erleichtern körperliche Arbeit. Der Einsatz gerade auch digitaler Technologien steigert die Vielfalt und Geschwindigkeit der Produktionsprozesse, zum Teil bringt er ganz neue Geschäftsmodelle hervor. Hinzu kommt: Je komplexer und technik­lastiger die Prozesse werden, desto höher ist der Grad der dafür notwendigen Qualifikation sowie der Anforderungen an Qualifizierung. Die Betriebe müssen ihre Mitarbeiter auf dem neuesten Stand der technologischen Entwicklung halten. Die Handwerksorganisationen unterstützen das, auch dieses Signal senden Handwerkskammer und Bauwirtschaft von der Gebäude.Energie.Technik (GETEC) aus.

Bernhard Sänger, Vizepräsident der Bauwirtschaft Baden-Württemberg, sieht den digitalen Wandel in der Baubranche auf einem guten Weg, erkennt jedoch Entwicklungspotenzial: „In der Baupraxis haben digitalisierte Maschinen, Geräte wie z.B. 3D-Aufmaßsysteme oder etwa das digitale Bautagebuch längst Einzug gehalten, sind jedoch derzeit noch keine Selbstverständlichkeit.“

Ein wichtiger Aspekt sei die Integration der Digitalisierung in die Fachkräfteausbildung. Neue Wege des Bauens würden mit Building-Information-Modeling- (BIM-) Systemen beschritten. Diese ermöglichen durch zentrale Erfassung und Verfügbarkeit aller gebäudebezogenen Informationen sowie die Vernetzung aller am Bau Beteiligten deutliche Effizienzgewinne bei gleichzeitiger Kostenreduzierung.

Smarter, digitaler, vernetzter

„Die Messebesucher können sich von der Modernität des Handwerks überzeugen. Handwerk im Jahr 2019 ist innovativer, digitaler, überraschender und vielfältiger als manche immer noch glauben. Das werden wir auf der Messe zeigen“, kündigt Ullrich an. Das Handwerk wird smarter, digitaler und vernetzter. Und das Handwerk wird dadurch in der Zukunft sogar noch besser seine seit jeher große Stärke einer individualisierten und engen Beziehung zum Kunden ausspielen.

In einer Erfahrungs- und Lebenswelt, in der Kunden immer mehr den Anspruch haben, für verschiedenste individuelle Anliegen rasch eine Lösung zu bekommen, kann das Handwerk mit Hilfe digitaler Mittel Kundenwünsche noch schneller, flexibler und individueller erfüllen.

Die Gebäude.Energie.Technik 2019 findet vom 8. bis 10. Februar auf der Messe Freiburg statt. Informationen zu Öffnungszeiten, Ausstellern und Rahmenprogramm unter getec-freiburg.de

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten