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Kuba Salsa, Cohibas und Oldtimer

Kuba: Eine Insel im Umbruch, aber die Musik, die gute Laune und die alten amerikanischen Straßenkreuzer bleiben hoffentlich erhalten

Salsa, Cohibas und Oldtimer
Kubanisches Lebensgefühl: Diese drei alten Herren aus Trinidad genießen das Leben und ihre Zigarren. -

Pedro und Miguel haben eine Vision: Ihre Heimatstadt Havanna soll wieder die "schönste Stadt der Welt" werden und sie wollen ihren Teil dazu beitragen. In der Metalllehrwerkstätte "Taller Escuela de Fundicion Artistica Antonio Gredago" lernen die beiden 18-Jährigen schmieden, löten, schweißen und gießen. Denn hunderte von Gittern, Toren und Balkone in Kubas Hauptstadt warten auf Renovierung oder Erneuerung. Die Kubaner sind voll dabei, ihr Prunkstück neu erblühen zu lassen.

Die langen Jahre sozialistischer Planwirtschaft und erst recht des jahrzehntelangen Embargos hatten die Fassaden grau werden und bröckeln lassen. Die wunderbaren Bauten aus dem Ende des vorletzten und vom Beginn bis Mitte des letzten Jahrhunderts sind so erhalten geblieben und erstrahlen entweder bereits in neuem Glanz oder werden es demnächst tun.

Eine der lebendigsten Metropolen ist La Habana, wie die Kubaner sagen, schon heute oder war es vielleicht schon immer. Aus allen Lokalen tönt Live-Musik, Salsa und Son, die die Sohlen jucken lässt.

Salsa und Straßenkreuzer

Auch all die herrlichen amerikanischen Straßenkreuzer aus den 60er, 50er, 40er und sogar 30er Jahren, in den buntesten Farben, beherrschen das Straßenbild. Und dafür, dass das auch künftig so bleibt, ist gesorgt: Die Oldtimer sind inzwischen nationales Kulturgut, deren Erhaltung vom Staat unterstützt wird, und keine der Prachtkarossen darf die Insel verlassen. So ist es leicht, sich in die Zeiten Hemingways zurückzuversetzen und auf seinen Spuren zu wandeln.

Auf der Dachterrasse des legendären Hotels Ambos Mundos, das das ehemalige Zimmer des Literaturnobelpreisträgers als kleines Museum erhält, kann man über den Dächern Havannas bei einem Mojito, einer echten Cohiba und Liedern von Buena Vista Social Club die Seele baumeln lassen. Kuba hat aber bei weitem mehr als die Hauptstadt Havanna und herrliche Karibikstrände zu bieten. Wer hierher kommt, sollte einmal quer über die Insel fahren, um so richtig mit Land und Leuten in Kontakt zu kommen.

Individuelles Reisen

Über Land fahren kann man mit öffentlichen Bussen, weite Strecken kann man fliegen, kürzere mit dem Oldtimertaxi zurücklegen. Individuelles Reisen jedenfalls ist kein Problem, übernachten kann man in Privatzimmern bis hin zu luxuriösen Hotels. Auf keinen Fall versäumen sollte man Santiago de Cuba, die Stadt des Rums. Hier waren die Bacardis zuhause, bevor sie ihr Rum-Imperium nach Puerto Rico verlegten. Zu besichtigen ist dort das Museo del Ron, mit Kostproben und die herrlich an die Klippen geklebte Festung Castillo El Morro.

Über Bayamo, der Stadt des Son, geht es weiter nach Camagüey, der Stadt der Kirchen. Sta. Clara beherbergt das Mausoleum und Museum für Che Guevara, den man noch heute fast wie einen Heiligen verehrt.

Trinidad schließlich ist ein Muss für Kuba-Reisende: In dieser bunten Stadt am Karibikstrand lauert an jedem Straßeneck ein Fotomotiv, das unser Bild der Karibikinsel prägt.

Alle wichtigen Infos zu Kuba auf einen Blick

Einreise: EU-Bürger benötigen für die Einreise einen mindestens noch 6 Monate gültigen Reisepass, eine Touristenkarte sowie ein Rückflugticket.
Klima: Reisen nach Kuba können ganzjährig unternommen werden. Beliebteste Reisezeit ist von November bis Anfang Mai. Das Klima ist tropisch mit hoher Luftfeuchtigkeit.
Gesundheit: Impfungen sind keine vorgeschrieben.
Währung: Landeswährung ist der Cubanischer Peso (CUC). Zahlungsmittel für Touristen ist der Peso Convertible oder in einigen Gebieten Euro.

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