Mobilität + Transport -

Kfz-Versicherung Saisonkennzeichen: So sparen Autofahrer zusätzlich

Ob Oldtimer, Wohnmobil, Cabrio oder Motorrad – oft werden diese Fahrzeuge nicht in den Wintermonaten gefahren. Geld sparen kann deshalb derjenige, der das Fahrzeug auch nur zwischen Frühjahr und Herbst anmeldet. Die Versicherer bieten für Saisonkennzeichen jedoch ganz unterschiedliche Tarife. Ein Wechsel ist für die meisten im Januar und Februar möglich.

Wer sein Auto im Winter nicht nutzt und es in einer Garage oder auf einem umzäunten Grundstück zu stehen hat, kann es getrost in dieser Zeit auch abmelden und so Geld sparen. Für die restlichen Monate nutzt man dann ein Saisonkennzeichen. Gut 2,1 Millionen Fahrzeughalter in Deutschland tun dies und können die Anzahl der Monate dabei frei wählen – zwischen zwei und elf Monaten erlauben das die Versicherer. Und sie bieten dabei ganz unterschiedliche Tarife an.

Das Vergleichsportal Verivox hat diese Tarife verglichen und dabei ein Sparpotenzial von rund 30 Prozent errechnet für diejenigen, die einen Wechsel der Kfz-Versicherung nun in Erwägung ziehen. Das Sparpotenzial wurde dabei anhand einer Beispielrechnung für den Modellfall eines Mini Cooper Cabrio erstellt. Dabei liegt die Preisspanne für einen 8-monatigen Saisonzeitraum zwischen 267 und 706 Euro. Marktweit klafft nach Angabe von Verivox zwischen günstigen Kfz-Tarifen und Angeboten im mittleren Preissegment eine Lücke von 30 Prozent. Sich mit der Kfz-Versicherung jetzt auseinander zu setzen kann sich also lohnen.

Saisonkennzeichen: Wann ein Versicherungswechsel möglich ist

Ein Wechsel der Kfz-Versicherung ist für die meisten Nutzer eines Saisonkennzeichens im Januar und Februar möglich. Das liegt daran, dass die meisten als Starttermin für die Saison den März oder April gewählt haben. Und mit dem Start der Saison startet für die meisten auch das Versicherungsjahr und ein Wechsel bzw. eine Kündigung des bestehenden Vertrags ist dann einen Monat zuvor möglich. Nur einzelne Versicherungen behalten auch für das Saisonkennzeichen das Ende des Versicherungsjahrs am 30. November im Vertrag fest.

Beginnt die Saison im März, dann ist in den meisten Fällen also noch bis Ende Januar Zeit für die Kündigung; beim Saisonbeginn im April ist der 28. Februar der letztmögliche Kündigungstermin.

Grundsätzlich gilt beim Saisonkennzeichen, dass der Fahrzeughalter nur für die Monate Kfz-Versicherungsbeiträge und auch Kfz-Steuern bezahlt, die das Fahrzeug auch angemeldet ist. Die Anmeldung erfolgt nur einmal und bleibt dann in den Folgejahren auch zu der gewählten Saison bestehen. Ein ständiges An- und Abmelden ist nicht nötig – außer es ist gewünscht. Laut Verivox sparen Autofahrer mit Saisonkennzeichen gegenüber dem Jahresvertrag etwa 29 Prozent an Kosten ein. Auch das hat das Vergleichsportal für den Modellfall des Mini Cooper Cabrio anhand von 113 Tarifen untersucht.

Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen: Das gilt außerhalb der Saison

Ein Versicherungsschutz für das Fahrzeug besteht übrigens auch außerhalb der Saison, da in den Versicherungsverträgen meist eine beitragsfreie Ruheversicherung mit inbegriffen ist. Damit diese greift darf das Fahrzeug aber nicht mehr auf öffentlichen Plätzen oder Wegen stehen bzw. verwendet werden. Zu welchen Bedingungen das Fahrzeug jeweils versichert ist, entscheidet der Vertrag: Haftpflicht, Teil- oder Vollkasko.

Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen dürfen außerhalb des festgelegten Zeitraums nicht gefahren werden; das schließt auch Probe-, Übungs- und Werkstattfahrten ein. Zudem ist das Abstellen im öffentlichen Verkehrsraum verboten. Wer dagegen verstößt, muss mit einem Bußgeld rechnen. dhz

Mehr zum Thema
© deutsche-handwerks-zeitung.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten