Sachsen -

Leistungswettbewerb Sachsens beste Nachwuchshandwerker geehrt

Sachsens beste Junggesellen des Jahrgangs 2018 und ihre Ausbilder sind in Dresden für ihre sehr guten Leistungen geehrt worden. Unter ihnen waren sieben Bundessieger als Deutschlands beste Nachwuchshandwerker in ihrem Gewerk.

Namens der Landespolitik gratulierte Horst Wehner, Zweiter Vizepräsident des Sächsischen Landtages, den Jahrgangsbesten. Anstelle einer Festrede gab es eine lockere Talkrunde mit dem Dresdner Maler- und Lackierermeister Frank Goldammer, der sich inzwischen als Krimi- und Bestsellerautor weit über Sachsens Grenzen hinaus einen Namen gemacht hat. Für alle Ausgezeichneten gab es ein von Goldammer eigenhändig signiertes Buchexemplar "Roter Rabe" aus der Max-Heller-Krimireihe (unlängst erschienen bei dtv München).

Glückwünsche überbrachten aber auch der Präsident des Sächsischen Handwerkstages, Roland Ermer, sowie der Beiratsvorsitzende der Stiftung „Berufsbildung und Innovation im sächsischen Handwerk“, Frank Wagner. Sie würdigten zugleich das Wirken von Ausbildern, Lehrmeistern und Lehrern in den Betrieben und in den Berufsschulen bei der Heranbildung eines qualifizierten und motivierten Berufsnachwuchses.

Bundessieger aus dem Bezirk Chemnitz

  • Fahrzeuglackiererin Maxi Vogel, Zwickau, Ausbilder: Fa. Lackierermeister Swen Vogel, Zwickau;
  • Geigenbauerin Melanie Hampel, Dresden, Ausbilder: Berufliches Schulzentrum für Technik und Hauswirtschaft, Klingenthal (Vogtland);
  • Handzuginstrumentenmacher Clemens Juranek, Klingenthal, Ausbilder: Berufliches Schulzentrum für Technik und Hauswirtschaft, Klingenthal;
  • Holzspielzeugmacher Tim Gruber, Kurort Seiffen, Fa. Drechsler- und Holzspielzeugmacher Thomas Schalling, Kurort Seiffen (Erzgebirge);
  • Raumausstatterin Julia Rammler, Grünbach (Vogtland), Ausbilder: Hammer Fachmärkte für Heim-Ausstattung Ost GmbH, Rodewisch (Vogtland);
  • Zupfinstrumentenmacher Jakob Biehler, Klingenthal, Ausbilder: Berufliches Schulzentrum für Technik und Hauswirtschaft, Klingenthal;

Bundessieger aus dem Bezirk Leipzig

  • Tischler Johannes Bänsch, Leipzig, Ausbilder: Inuma GmbH, Leipzig.

Insgesamt gingen deutschlandweit in der Finalrunde 107 Erstplatzierte in mehr als 100 Wettbewerbsberufen (inklusive Fachrichtungen) an den Start. Aus Sachsen belegten – neben den sieben Spitzenplätzen im bundesweiten Endausscheid – fünf Gesellen bzw. ein Geselle die Plätze 2 und 3.

Hintergrund

Die am bundesweiten Finalausscheid der Berufsolympiade des Jahrgangs 2018 beteiligten 50 jungen Leute aus Sachsen hatten sich ursprünglich in Regionalwettbewerben durchsetzen müssen. Auf dieser Ebene des Wettbewerbs waren im Freistaat mehr als 200 junge Mitbewerber an den Start gegangen. Eine wesentliche Voraussetzung war der Abschluss der Gesellenprüfung mindestens mit der Note „gut“. In die Bewertung flossen Arbeitsproben und Gesellenprüfungsarbeiten ein.

Deutschlands „Wirtschaftsmacht von nebenan“ ermittelt regional und überregional seit 1951 die besten jungen Gesellinnen und Gesellen eines jeden Jahrgangs, seit Anfang der 1990-er Jahre auch die im Osten Deutschlands. In diesem Sinne versteht sich dieser mehrstufig aufgebaute Leistungsvergleich auch als Schaufenster für exzellente Ausbildungsleistungen der Wirtschaftsgruppe Handwerk. Für die Preisträger gilt der Wettbewerb als Sprungbrett für die weitere berufliche Karriere.

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