Bayerischer Handwerkstag -

Stickoxide Sachlich und weniger ideologisch

Das bayerische Kraftfahrzeuggewerbe begrüßt die Initiative von rund 100 Medizinern, die geltenden Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxid zu hinterfragen.

In einem gemeinsamen Schreiben hatten diese den gesundheitlichen Nutzen der aktuellen Grenzwerte bezweifelt und keine wissenschaftliche Rechtfertigung für den momentan geltenden Stickoxid-Grenzwert gesehen. Dieser darf laut EU im Jahresmittelwert 40 Mikrogramm pro Kubikmeter in der Außenluft nicht überschreiten. Der Stickoxid-Grenzwert ist maßgeblich für die gerichtliche Anordnung von Fahrverboten für die Dieselfahrzeuge.

„Besonders die bereits angeordneten und weiterhin drohenden Fahrverbote für Dieselfahrzeuge verunsichern deren Besitzer und belasten Bayerns mittelständisches Kraftfahrzeuggewerbe“, kritisiert Albert Vetterl, Präsident und Landesinnungsmeister des bayerischen Kraftfahrzeuggewerbes. Die anhaltende Dieselkrise führe beispielsweise zu langen Standzeiten von gebrauchten Dieselfahrzeugen bei den Händlern sowie zu Wertverlusten aus Leasing­rückläufern.

Viele Pendler in Bayern

Vetterl verwies darauf, dass gerade in einem Flächenland wie Bayern viele Menschen teilweise sehr weite Strecken pendelten. „Wir brauchen realistische Rahmenbedingungen für zehntausende Dieselbesitzer allein in Bayern, die täglich auf ihr Fahrzeug angewiesen sind. Deshalb muss die Diskussion um Messung und Grenzwerte von Stickoxiden sachlich und weniger ideologisch geführt werden.“

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