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Allgäu Rückkehr der Sommerfrischler

Viehscheid im Allgäu – Brauchtum in schönster Form. In den Tagen vom 11. bis zum 21. September erwarten die Bauern ihr Jungvieh zurück, das den Sommer in den Allgäuer Alpen verbracht hat. Die Rückkehr wird mit einem großen Volksfesten gefeiert.

In den Tagen vom 11. bis zum 21. September herrscht Hochsaison im Allgäu – es ist Viehscheid. In etwa 30 Orten zwischen dem Bodensee und den Königsschlössern kehren rund 30.000 Rinder von den Bergweiden der Allgäuer Alpen ins Tal zurück und werden von mindestens doppelt so vielen Besuchern erwartet.

Zum einen erwarten die Landwirte  ihr Jungvieh zurück, dass sie den Sommer über einer Alpgenossenschaft anvertraut haben, um die Tiere nun wieder in den heimischen Stall zu bringen. Der überwiegende Teil aber sind Gäste, die den traditionellen Almabtrieb mit den Bauern als großes Volksfest feiern.

Bei den großen Viehscheiden treffen teils über 1.000 Rinder ein wie beispielsweise in Bad Hindelang, Oberstdorf, Gunzesried oder in Pfronten. Im Allgäu gehört ein Großteil der Berg­weiden seit alters her den bäuerlichen ­Genossenschaften. Die Flächen weit über die Waldgrenze hinaus bis in die alpinen Hochlagen sind so riesig, dass die Grundbesitzer nicht nur ihr eigenes Vieh auftreiben. Sie nehmen auch Jungtiere von Bauernhöfen im Alpenvorland zur „Sommerfrische“ in Pen­sion.

Am Scheidplatz werden die einzelnen Tiere von der Herde „geschieden“ und ihren Besitzern zurückgegeben. Danach treffen sich die Viehhirten, mit den Bauern in den Festzelten, wo sie den Abschluss des Bergsommers mit den Besuchern feiern.

Alle Viehscheid-Termine finden Sie unter allgaeu.de in der Rubrik Brauchtum.

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