Risiko Styropor – Warum gedämmte Häuser nicht sicher sind - TV-Tipp -

Seit im Sommer 2017 die komplette Styropor-Fassade eines Hochhauses bei London in wenigen Minuten lichterloh brannte und 80 Menschen sterben, stellen wir uns auch in Deutschland die Frage: Enthalten unsere Fassaden aus Polystyrol gefährliche Brandbeschleuniger?

Immerhin ist bei uns jedes dritte Haus gedämmt - meistens mit dem Billig- Dämmstoff Polystyrol. Alarmiert durch das Unglück in England haben Behörden in NRW wegen des Verdachts auf mangelnden Brandschutz gleich mehrere Häuser evakuiert. In Wuppertal lag der Grund tatsächlichen in der brennbaren Fassade. Steckt auch in unseren Häusern ein unkalkulierbares Brand- Risiko. Quarks geht auf Spurensuche.

Brennbares Styropor

Es soll dämmen und Energie sparen, doch die Polystyrol-Platten, mit denen wir unsere Häuser einpacken, haben noch eine weitere Eigenschaft: Das Material schmilzt schon bei Temperaturen von etwas über 100° C, tropft herunter und kann im Nu eine ganze Fassade entzünden. Es verhält sich wie ein Brandbeschleuniger. Steht das Haus dann erst in Flammen, ist der Brand für Feuerwehrleute kaum noch in den Griff zu bekommen.

Was steckt hinter der Fassade?

Wer zur Miete wohnt oder ein älteres Haus gekauft hat, wird nur mit großer Mühe herausfinden, womit das Gebäude gedämmt ist. Es gibt keine Genehmigungspflicht für Fassadenänderungen. Und auch für Häuser bis 21 Meter lasche Vorschriften und kaum Kontrollen. Woher weiß man, was hinter der schönen Fassade steckt? Quarks hilft Bewohnern das herauszufinden.

Anmerkung der Redaktion

Dieser TV-Tipp beruht auf Informationen des WDR und nicht auf eigenen Recherchen.

Weitere Informationen zum Thema Brandschutz und Styropor-Dämmung finden Sie in folgenden Artikeln der Deutschen Handwerks Zeitung:

Brandschutz: Milliardenmarkt und sensibilisierte Behörden

Gebäudedämmung: Wie sicher ist Brandschutz in Deutschland

Alte Styropor-Dämmung: Neuer Entsorgungsengpass kündigt sich an


Sendezeit:  12.12.2017 - Di. - 21.00 Uhr
Sender:  WDR Fernsehen


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