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Kleinwagen feiert 25-jähriges Jubiläum Renault Clio: Die Geschichte des französischen Kleinwagens

Der Renault Clio feiert Jubiläum: Vor 25 Jahren, im Januar 1991, startete der Verkauf des populären Kleinwagens. Seitdem lieferte der französische Hersteller 13 Millionen Exemplare aller vier Modellgenerationen aus. Die Geschichte der vier Generationen Renault Clio im Überblick.

Gleich zweimal kürte eine Jury europäischer Fachjournalisten den kleinen Franzosen zum „Auto des Jahres”. Im Jubiläumsjahr unterzieht Renault den Clio einer gründlichen Modellpflege. Eine aktualisierte Optik, effizientere Motoren und neue Komfortoptionen bekräftigen die führende Rolle des Erfolgstyps bei den Kleinwagen und Kompaktmodellen.

Die Namensgeberin des Erfolgsmodells kommt aus der griechischen Mythologie: Clio, auf Deutsch "die Rühmende”, ist die Muse der Geschichtsschreibung. Mit der Benennung nach der antiken Göttin beendet Renault bei der Vorstellung des Fahrzeugs 1990 die Tradition, seine Modelle durchzunummerieren. Auf diese Weise verleiht der Hersteller seinen Fahrzeugen noch mehr Persönlichkeit. Ob Talisman, Scénic, Kadjar oder Mégane, seitdem tragen alle Renault Modelle einen Namen statt einer Nummer.

Clio I: Zielt auf wachsende Käuferschicht ab

Der Clio I tritt in die Fußstapfen des Renault 5, mit mehr als neun Millionen Exemplaren laut Hersteller eines der erfolgreichsten Fahrzeuge in der Geschichte von Renault. Das Unternehmen vermarktet den Clio jedoch nicht als direkten Nachfolger im Geiste des legendären "Fünfers”. Tatsächlich produziert Renault beide Modelle noch drei Jahre parallel nebeneinander. Vielmehr präsentiert die Marke den Neuling als "vielseitigen Kleinwagen, entwickelt und gefertigt nach den gleichen strengen Kriterien wie seine größeren Schwestermodelle”.

Damit verbunden ist eine höhere Positionierung. Renault zielt mit dem Clio auf eine wachsende Käuferschicht, die Ausstattungsmerkmale aus höheren Segmenten wünscht, jedoch das kompakte Format des Renault 5 schätzt. Mit 3,7 Meter Länge übertrifft der Clio diesen um gerade einmal zwölf Zentimeter. Gleichzeitig bietet der Clio höheren Fahrkomfort auf Langstrecken und Autobahnetappen.

Kaum auf dem Markt, wird der Clio zum "Auto des Jahres 1991” gewählt.

Renault Clio: 25 Jahre französischer Kleinwagen

1998: Zweite Generation bietet viel Platz und Motorenvielfalt

Nach sieben Produktionsjahren folgt 1998 die zweite Clio Modellgeneration. Markenzeichnen der Neuauflage sind Antiblockiersystem sowie Front- und Seitenairbags ab Werk. Dank sieben Zentimeter mehr Außenlänge wartet der Clio II außerdem mit einem größeren Platzangebot auf.

Neben den bewährten Benzin-Motorisierungen 1.2 und 1.4 kommen an Bord des Kleinwagens die Benziner 1.6 und 1.6 16V mit Vierventiltechnik zum Einsatz.

Sportliche Spitzenmodelle

Auch als Sportmodell macht der Clio im Laufe seiner 25-jährigen Geschichte Karriere. Eine besondere Variante ist der 1998 vorgestellte Clio V6 mit 166 kW/226 PS starkem 3,0-Liter-Mittelmotor. Der Sechszylinder ermöglicht 235 km/h Spitze und beschleunigt das bullige Kraftpaket in 6,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Noch dynamischer geht ab 2002 die auf 187 kW/255 PS leistungsgesteigerte zweite Generation zur Sache. Sie erledigt bei Bedarf den Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 in 5,8 Sekunden und fährt bis zu 245 km/h schnell.

Der Clio Renault Sport ergänzt ab 2006 als dynamisches Topmodell die Baureihe. Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert der Clio Renault Sport in nur 6,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 215 km/h.

Mit dem Modellwechsel beim Clio kommt 2013 auch eine neue Clio R.S. Generation auf den Markt. Sie wird angetrieben von einem komplett neu entwickelten 1,6-Liter-Turbomotor mit Benzin-Direkteinspritzung sowie einem umfangreichen Technikpaket aus der Formel 1. Das Aggregat mobilisiert 147 kW/200 PS, ermöglicht 225 km/h Spitze und beschleunigt den Clio R.S. in nur 6,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Noch mehr Power mobilisiert das 161 kW/220 PS starke Sondermodell Clio R.S. Trophy (235 km/h; 6,6 s von 0-100 km/h).

2005: Clio III erhält fünf Sterne im Euro NCAP-Crashtest  

Im Herbst 2005 erscheint die dritte Clio Generation. Mit 3,99 Meter Länge übertrifft sie den Vorgänger um 21 Zentimeter und bietet mehr Platz für Passagiere und Gepäck.

Besondere Ausstattungsmerkmale: schlüssellosen Zugangs- und Startsystem Keycard Handsfree, Navigationssystem und Tempopilot mit Geschwindigkeitsbegrenzer. Weiterhin gehören je nach Karosserievariante und Ausstattungsniveau bis zu acht Airbags zum Serienumfang. Dank des passiven Sicherheitsniveaus erzielt der Clio III laut Hersteller als erster Kleinwagen im Juni 2005 die Maximalwertung von fünf Sternen im Euro NCAP-Crashtest.

Bereits zum Serienanlauf sind drei Diesel- und vier Benzintriebwerke erhältlich, die ein Leistungsspektrum von 48 kW/65 PS bis 82 kW/112 PS abdecken. Bis 2007 wächst das Angebot auf elf Motorisierungen mit dem 102 kW/139 PS starken Spitzenmotor 2.0 16V ESP.

2006 wird der Clio dann zum zweiten Mal zum "Auto des Jahres" gewählt, was bisher keinem anderen Auto gelang.

2012: Vierte Generation mit sinnlichen Elementen

Mit der vierten Clio Generation kam im Herbst 2012 auf den Markt. Die Neuauflage des Bestsellers ist als erstes Serienmodell komplett nach der neuen Renault Design-Philosophie gestaltet, die stark von sinnlichen Stilelementen geprägt ist.

Weiteres Merkmal ist das Renault Markengesicht mit dem prominent platzierten Logo. Renault bietet den auf 4,06 Meter Länge gewachsenen Clio zunächst ausschließlich als Fünftürer an. Bereits 2013 folgt der Grandtour. dhz

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