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Oberfranken Reise durch den Schilderwald

New York liegt direkt neben Reit im Winkl, von Rio bis Dubai sind es nur wenige Schritte und die legenäre Route 66 beginnt gleich hinter Hamburg. Sie denken da stimmt etwas nicht? Eine Weltreise der etwas anderen Art gibt es im "Fernwehpark" in Hof.

Reise durch den Schilderwald
Der Fernwehpark in Hof wurde 1999 von dem Filmemacher und Buchautor Klaus Beer ins Leben gerufen und wächst seitdem rasant. -

"Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals auf Hawaii, ging nie durch San Francisco in zeriss’nen Jeans..." Wovon Udo Jürgens sang und viele träumen – Hof in Bayern macht’s möglich. Weltbekannte und berühmte Städtenamen direkt an der Verkehrsader A9 zwischen München und Berlin. Im "Fernwehpark" der oberfränkischen Stadt Hof wird die Geografie außer Kraft gesetzt. New York liegt direkt neben Reit im Winkl, von Rio bis Dubai sind es nur wenige Schritte. "Kangaroos next 10 km" warnen Verkehrsschilder und die legendäre Route 66 startet gleich hinter Hamburg. Man geht auf Weltreise – von Hof nach New York, Honolulu oder nach L.A und weiter bis Australien – und das in wenigen Schritten.

Heimweh eines Straßenbauers

Der Initiator des Projekts ist Klaus Beer, Filmemacher und Buchautor, der bei Dreharbeiten zu seinem Filmprojekt "Alaska-Yukon-Kanada" in Watson Lake auf den dortigen "Sign Post Forest" stieß. Die Entstehungsgeschichte des „Sign Post Forest“ ist einfach. In den 40er Jahren wurde der Alaska-Highway in den Wäldern Yukons gebaut. Einer der Straßenarbeiter hatte Heimweh und brannte den Namen seines Heimatortes auf ein Stück Holz und nagelte es an einen Baum. Andere sahen das Schild, machten es ihm nach und als der Alaska Highway fertig war, verewigten sich viele Reisende an den um den Baum aufgestellten Pfählen, so dass heute in Watson Lake ein Schilderwald mit über 20.000 Exponaten zu bewundern ist.

Wasserpumpe und Regenmantel

Der "Fernwehpark" in Hof wurde 1999 errichtet und wächst seitdem in rasantem Tempo. Er steht für grenzenlose Freiheit und für Völkerverständigung. Er ist ein multikulturelles und völkerverbindendes, europaweit einmaliges Langzeitprojekt für Frieden und Zusammengehörigkeit aller Völker und Nationen. Jeder Besucher kann zur Erweiterung beitragen. Unter den kreativen und exotischen Ortschildern befinden sich beispielsweise die der Orte Wassersuppe in der Gemeinde Seeblick, Regenmantel und Kalifornien im Kreis Plön.

Auch Prominente haben sich inzwischen in Form von Handabdrücken verewigt, sodass ähnlich wie am "Walk of Fame" in Los Angeles hier eine zusätzliche Attraktion entsteht.

Der Eintritt im Fernwehpark ist frei und kann rund um die Uhr besichtigt werden. Weitere Informationen unter fernweh-park.de. dhz

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