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Konjunktur Regierung senkt Wachstumsprognose

Die Bundesregierung senkt ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 1,7 Prozent. Die schon seit geraumer Zeit kursierende Zahl bestätigte nun Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Bislang war von einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts gegenüber 2007 von 2,0 Prozent ausgegangen worden. Offiziell soll der Jahreswirtschaftsbericht am Mittwoch in Berlin vorgestellt werden. Im vergangenen Jahr legte die deutsche Wirtschaft nach ersten Berechnungen um 2,5 Prozent zu. 2006 hatte das Plus bei 2,9 Prozent gelegen.

Angesichts der jüngsten Börsenturbulenzen mahnte Merkel die Bürger in Deutschland zur Besonnenheit. "Es gibt keine Anzeichen für eine Rezession in Deutschland", sagte sie. Vorschnelle Reaktionen der Bürger wären jetzt am Platz. Merkel wies darauf hin, dass Europa von der US-Wirtschaft längst nicht mehr so abhängig sei wie früher. Es sei gut, dass es die EU, den europäischen Binnenmarkt und den starken Euro gebe, der zwar die Exporte manchmal erschwere, aber für die Importe gut sei. Auch seien die Auftragsbücher der produzierenden Wirtschaft voll.

Ein "besonderes Augenmerk" hat Merkel derzeit auf die Situation des Bankensektors. In Gesprächen müsse darauf gedrängt werden, dass die Unternehmen weiterhin notwendige Kredite erhalten, um investieren zu können. "Bis jetzt funktioniert das noch recht gut. Aber das wird in der nächsten Zeit die große Aufgabe sein", hob die Kanzlerin hervor.

ddp

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