Deutschland -

Statistisches Bundesamt Preise im Januar leicht gesunken

Die deutschen Verbraucherpreise sind im Januar im Monatsvergleich gefallen, zudem hat sich die Jahresteuerung leicht verringert.

Das Statistische Bundesamt teilte mit, dass die Lebenshaltungskosten um 0,3 Prozent gegenüber Dezember 2007 sanken. Auf Jahressicht lagen die Preise um 2,7 Prozent höher. Im Dezember hatte die Jahresteuerung 2,8 Prozent betragen.

Die Statistiker lieferten keine näheren Erklärungen zur Januar-Preisentwicklung. Die Behörde verwies aber darauf, dass die Schätzung nicht auf den üblichen Ergebnissen von sechs Bundesländern basiere. Sie beruhe hingegen auf einer eingeschränkten Datengrundlage und sei stärker durch Prognoseverfahren gestützt als sonst. "Die Ergebnisse sind deshalb mit größeren Unsicherheiten behaftet. Ursache hierfür sind die noch andauernden Arbeiten an der turnusmäßigen Umstellung des Verbraucherpreisindex auf das neue Basisjahr 2005", erklärte das Statistische Bundesamt.

Laut Bundesamt werden das endgültige Ergebnis für Januar, das vorläufige Ergebnis für Februar sowie die neu berechneten Ergebnisse ab Januar 2005 am 29. Februar veröffentlicht. Dann soll die Preisentwicklung auch wieder nach Gütergruppen aufgegliedert dargestellt werden.

Bankvolkswirte hielten sich angesichts der dünnen Datenbasis mit Bewertungen zurück. "Der Rückgang der Konsumentenpreise im Januar fällt nicht aus dem Rahmen des Üblichen, da im Januar vermehrte Rabattaktionen das allgemeine Preisniveau drücken", sagte Antje Hansen von HSBC Trinkaus. Dennoch bleibe der Preisdruck deutlich oberhalb der Zwei-Prozent-Marke und damit weit von der Rate entfernt, die die Europäische Zentralbank als "stabil" bezeichne, sagte die Ökonomin.

Die meisten Experten gehen derzeit aber davon aus, dass die Jahresteuerungsrate in Deutschland im Jahresverlauf noch deutlich fallen wird. Ursache für den abwärtsgerichteten Trend ist neben einer allgemein schwächeren Konjunktur auch die Tatsache, dass die Mehrwertsteuererhöhung vom Januar 2007 aus der Berechnung der Jahresrate herausfällt. So erwarten auch etwa die Ökonomen von Postbank Research, dass die Verbraucherpreisinflation im Durchschnitt des laufenden Jahres 2,1 Prozent betragen wird.

ddp

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