Erfurt -

Woche der beruflichen Bildung Praxisrallye durch das Handwerk

Dem Motto "Du bildest Zukunft" widmete sich die Handwerkskammer Erfurt im Rahmen der Woche der beruflichen Bildung mit einer besonderen Aktion zum Thema Berufsorientierung.

50 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 7 aus der John-F.-Kennedy-Schule in Erfurt und der Gemeinschaftsschule Steigerblick in Hochheim nahmen im Berufsbildungszentrum (BBZ) der Handwerkskammer Erfurt an einer Praxisrallye teil. Innerhalb einer Woche erkundete sie fünf verschiedene Berufsfelder aus Handwerk, Industrie, Handel, Bau und Sozialwirtschaft.

In den BBZ-Werkstätten entdeckten die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung der Ausbilder die Berufsfelder Bäckerei/Konditorei, Elektrotechnik, Schweißtechnik, Mediengestaltung sowie Gesundheit und Sozialpflege (durch den Verein Prof. Hermann, A. Krüger des Paritätischen Landesverbandes).

„Mit unserer Praxisrallye haben wir einen wichtigen Beitrag zur Woche der beruflichen Bildung geleistet, deren Ziel es ist, die Attraktivität und Qualität der beruflichen Bildung transparent zu machen und die Bedeutung der Berufsausbildung für unsere Gesellschaft und den Arbeitsmarkt zu unterstreichen. Es ist wichtig, dass Jugendliche und Eltern über Ausbildungsinhalte und die damit verbundenen Zukunftschancen informiert werden“, sagte ein Sprecher der Handwerkskammer.

Und auch bei den Schülern ist die Aktion angekommen.

Vier Stimmen

Richard, 12 Jahre: „Ich mag alles, was mit Elektronik und Bauen zu tun hat! Daher hat mir bei der Praxisrallye am besten der Bereich Elektrotechnik gefallen. Nach der Schule möchte ich Mechatroniker werden und meinen Meister machen. Weil man in diesem Beruf sehr viel mit Schweißtechnik zu tun hat und an Geräten arbeitet. Am liebsten würde ich in einem Wasserwerk arbeiten.“

Mathilde, 12 Jahre: „Am besten fande ich in der Praxiswoche das Schweißen und Löten. Das Feuer hat mich sehr fasziniert. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, auch mal andere Berufe kennenzulernen und auszuprobieren. So wie das Schweißen, was ja ein klassischer Jungs-Beruf ist. Dass mir gerade das Schweißen so viel Spaß macht, hätte ich vorher selbst nicht gedacht.“

Carlos, 12 Jahre: „Es war interessant zu erfahren, wie das später ablaufen wird, wenn wir im Berufsleben stehen. Welche Herausforderungen auf einen selbst zukommen. Zum Beispiel, wie man richtig mit Werkzeugen umgeht und welche Materialien man verwenden muss. Die Handwerksberufe waren auf jeden Fall anspruchsvoll! Einen konkreten Berufswunsch habe ich noch nicht. Ich schnuppere in verschiedene Berufe hinein und lasse mich inspirieren.“

Auch in der Backwerkstatt probierten sich Mathilde und Carlos aus und formten unter professioneller Anleitung kreative Zöpfe aus Teig.

Fabian, 14 Jahre: „In den fünf Tagen haben wir gebacken, wir haben uns über Gesundheit und Pflege unterhalten und wir haben uns in der Elektrotechnik ausprobiert. Am meisten hat mir die Arbeit in der Elektrotechnik-Werkstatt gefallen. Hier gibt es viel Abwechslung! Aus Kabeln haben wir den Kupferdraht entfernt, daraus ein Auto geformt und die Teile zusammengelötet. Das fertige Auto durften wir mit nach Hause nehmen. Einen festen Berufswunsch habe ich noch nicht. Auf jeden Fall soll es ein Handwerksberuf sein. Denn ich bin handwerklich begabt und kann mir nicht vorstellen, den ganzen Tag in einem Büro zu sitzen.“

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