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Apple bringt iPhone 5s und 5c auf den Markt Die neuen iPhones im Test

Kamera sattelt auf

Verbessert wurde die Kamera des ­iPhone. Sie verfügt zwar wie der Vorgänger über acht Megapixel, bietet aber einen neuen, größeren Sensor. Damit ist die Kamera lichtempfindlicher und Aufnahmen gelingen bei ungünstigen Lichtverhältnissen besser. Als Zusatzfunktion bietet Apple einen Serienbild- und einen Zeitlupenmodus für Videoaufnahmen.

Wie das iPhone 5 unterstützt auch das 5s grundsätzlich den neuen Funkstandard LTE. Beim Vorgänger gab es je nach genutztem Netz allerdings Probleme mit dem Empfang. Das neue Modell soll alle in Deutschland verwendeten Frequenzbänder unterstützen.

5c
© Foto: Apple

Das iPhone 5s wird mit dem neuen Betriebssystem iOS 7 ausgeliefert. Ins Auge sticht sofort das aufgefrischte ­Design mit Pastell-Farben und neuen Schriftarten. Das "Controll Center" ­bietet zusätzliche Navigationsfunktionen, die einen schnelleren Zugriff auf Apps und Wechsel zwischen Apps ermöglichen.

Besitzer eines Vorgängermodells müssen allein deshalb aber nicht zum iPhone 5s greifen. Das neue Betriebssystem können alle iPhone-Besitzer seit dem 18. September ab dem Modell 4 installieren. Stolze 699 Euro ruft Apple für die 16 Gigabyte-Variante des iPhone 5s auf, wer 64 Gigabyte will, zahlt 200 Euro mehr. Die Preissprünge scheinen unangemessen bei einem Blick auf den Preis für einzelne Speicherkarten. Doch leider lässt sich der Speicher mit diesen nicht erweitern.

Knallbunter Plastikbolide

Erstmals bietet Apple eine zweite Variante des iPhone an, das 5c. Auffälligster Unterschied ist das verwendete Oberflächenmaterial. Anstelle von Metall wurde der Werkstoff Polycarbonat verarbeitet, den etwa Samsung seit Jahren in seinen Geräten verbaut. Die Stabilität ist beim 5c aber trotzdem gut, weil die Plastikoberfläche durch Metall verstärkt ist. So wertig wie das 5s wirkt es im direkten Vergleich aber nicht.

Welche Zielgruppe Apple mit dem 5c erreichen will, ist nicht erkennbar. Mit seinen fünf knallbunten Farbvariationen von Pink bis Gelb wäre es eigentlich ein Modell für die jüngere Zielgruppe. Doch der Preis passt nicht dazu. Mit 599 Euro ist es nur 100 Euro günstiger als das 5c und damit nichts für den kleinen Geldbeutel.

Dabei muss der Käufer gegenüber dem 5s einige Abstriche machen: Trotz Plastik ist das 5c 20 Gramm schwerer. Anstelle des A7-Chips mit 64 Bit ist nur der vom iPhone 5 bekannte A6-Chip verbaut. Den Fingerabdrucksensor gibt es hier nicht, auch bei der Kamera wird weniger Leistung geboten. Dieser Verzicht würde einen höheren Preisnachlass im Verhältnis zum Spitzenmodell rechtfertigen. So drängt sich das Gefühl auf, das beim 5c das Gesamtpaket nicht stimmt. Zumal zu einem ähnlichen Preis bei anderen Herstellern Top- Modelle erhältlich sind.

Fazit

Mit dem neuen iPhone 5s hat Apple ein Smartphone gebaut, das ganz oben mitspielen kann, mehr aber auch nicht. Beim iPhone 5c stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht.

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