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Apple bringt iPhone 5s und 5c auf den Markt Die neuen iPhones im Test

Seit 20. September sind das iPhone 5s und 5c in Deutschland erhältlich. Die ersten Reaktionen waren verhalten, die Verkaufszahlen sind aber gut. Der Test zeigt, was der Fingerscanner und andere Neuheiten taugen und ob sich der Kauf lohnt.

iPhone
Das iPhone 5c setzt auf bunt und Plastik. Beim Preis bleibt sich Apple aber treu - teuer ist auch das 5c. -

Wenn Apple ein neues Produkt vorstellt, sorgt das für Massenbegeisterung und Kurssprünge an der Börse. Das galt zu Lebzeiten von Apple-Gründer Steve Jobs. Mit dem iPod, dem iPhone und dem iPad konnte Apple immer wieder Maßstäbe setzen. Doch die Zeiten haben sich geändert. Zwar zählen die Geräte von Apple immer noch zu den Spitzenmodellen auf dem Markt, aber technische Innovationen sind selten geworden. Teilweise scheint Apple nur noch auf die Fortschritte der Konkurrenz reagieren zu können.

DHZ bewertet
positiv negativ
Verarbeitung
Design
Innovation
Kamera
Preis

Die verflogene Euphorie verdeutlicht die jüngste Vorstellung der ­iPhone-Modelle 5s und 5c, die seit dem 20. September in Deutschland erhältlich sind. Die Börsen reagierten auf die neuen Geräte sogar mit einem Kursverlust der Apple-Aktie. Doch wie schlagen sich die iPhones in der Praxis? Wir haben es getestet.

Produktpflege mit frischen Farben

Das iPhone 5s unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum von seinem Vorgänger. Optisch hat sich bei Display und Gehäusedesign wenig getan, außer dass Apple nun neue Farbvariationen anbietet. Neben Silber und "Spacegrau" gibt es auch ein goldfarbenes iPhone, das relativ dezent eingefärbt ist und deshalb nicht allzu stark aufträgt. Das traditionell aus Metall und Glas gefertigte Smartphone liegt angenehm kühl in der Hand und fühlt sich gewohnt hochwertig an.

Mit seinem weiterhin vier Zoll großen Bildschirm ist das 5s für ein Smartphone der Oberklasse sehr kompakt bemessen und passt damit problemlos in die Hosentasche. Im Trend liegt das iPhone damit aber nicht. Die neuen Spitzenmodelle von Wettbewerbern wie Samsung, Sony oder Nokia bieten alle deutlich größere Bildschirme zwischen 4,5 und bis zu knapp sechs Zoll. Der zusätzliche Bildanteil ist vor allem für Nutzer ein Vorteil, die viel im Internet surfen und auch mal ein Video auf dem Smartphone betrachten wollen.

5s
© Foto: Apple

Die wesentlichen Neuerungen finden sich auf technischer Seite. Im ­iPhone 5S arbeitet ein A7-Prozessor mit einer 64-Bit-Architektur, die nach Herstellerangaben bisher noch nie so in einem Smartphone verbaut wurde. Unterstützung gibt es durch einen zweiten Chipsatz, der den Hauptprozessor zum Beispiel bei der Bewegungssteuerung entlasten soll. Die zusätzliche Rechenleistung dürfte aber eher für die Kunden interessant sein, die neue 3-D-Spiele nutzen wollen. Eine verzögerungsfreie Steuerung durch die Menüs war bereits beim iPhone 5 selbstverständlich – genauso wie bei anderen Geräten der Spitzenklasse.

Die wohl interessanteste Neuerung beim iPhone 5s ist ein Fingerabdrucksensor, der sich hinter der Home-Taste verbirgt. Damit erkennt das iPhone den Besitzer des Geräts  und er kann sein Handy ohne die Eingabe eines Passworts mit einer Berührung entsperren. Die Funktion kann auch dafür genutzt werden, um sich zum Beispiel im iTunes-Store für Käufe zu identifizieren. Der Sensor erkennt den Finger in einem Winkel von 360 Grad, so dass dieser nicht ganz gerade auf der Home-Taste aufliegen muss. Datenschützer sehen den Fingerabdruck-Scan mit Skepsis. Nach Angaben von Apple wird der Abdruck jedoch nur direkt im Gerät gespeichert und nicht an den Konzern übermittelt. Eine richtige Innovation ist die Technik aber nicht. Eine ähnliche Funktion gab es schon vor zwei Jahren im Motorola Atrix.

Seite 2: Die weiteren Neuerungen beim iPhone 5s und ein Blick auf das 5c.

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