Halle (Saale) -

Konjunktur Positive Entwicklung im Bau- und Kfz-Handwerk

Die Handwerkskonjunktur läuft unverändert gut, bilanzierte Dr. Jürgen Rogahn, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Halle, beim Konjunktur-Pressegespräch für das zweite Quartal 2014.

Der Geschäftsklimaindex stieg insgesamt auf +47 und ist damit etwas höher als vor einem Jahr. Allerdings zeigt sich eine gegensätzliche Entwicklung zwischen der sehr guten Baukonjunktur und den konsumnahen Handwerken. Insbesondere die Gesundheitshandwerke liegen mit einem Indexwert von +14 unter dem Durchschnitt. Eine leichte Erholung zeigt das Kfz-Handwerk, bei dem sich der Index mit +24 zum Vorquartal verdoppelte.

Die Unternehmenszahl im Kammerbezirk ist leicht um 20 auf 14.901 gefallen. Dieser Rückgang verläuft weitgehend parallel zur Bevölkerungsentwicklung. Die Zahl der Beschäftigten stieg auf 73.500. Die Unternehmen melden mittlere Auftragsreichweiten von 7 Wochen, was einen minimalen Rückgang zum 1. Quartal 2014 entspricht.

Wenige Tage vor dem Schuljahresende in Sachsen-Anhalt erinnerte Kammerpräsident Thomas Keindorf an die Chancen einer dualen Ausbildung: „In der Ausbildung ein Entgelt erhalten und in der Nähe von Familie und Freunden leben, das sind nur zwei Vorteile einer Lehre in einem der über 130 Handwerksberufe“.

Spezialthema der Konjunkturumfrage war das mit 138 Betrieben im Kammerbezirk vertretene Augenoptikerhandwerk. Innungsober- und Augenoptikermeister Sven Schubert erläuterte, dass bundesweit rund zwei Drittel der Bevölkerung – zumindest zeitweise – eine Brille trägt. „Eine Brille ist Vertrauenssache, für die man sich Zeit nehmen sollte und persönliche Beratung braucht. Denn wenn der Augenabstand oder die Fassungsneigung nicht stimmt, können Kopfschmerzen vorprogrammiert sein“, so der hallesche Augenoptiker.

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