Halle (Saale) -

Handwerkskonjunktur im Kammerbezirk Positive Aussichten für das Jahr 2014

Die Handwerkskonjunktur im Kammerbezirk Halle (Saale) zeigte sich auch im vierten Quartal 2013 relativ stabil. Der Geschäftsklimaindex sank nur geringfügig um vier Indexpunkte auf +45.

Laut Kammerpräsident Thomas Keindorf beruht die stabile Lage unter anderem darauf, dass die Unternehmen ohne Witterungsbeeinträchtigungen bis zum Jahresende die Aufträge abarbeiten konnten.

Sehr zufrieden mit dem vierten Quartal sind die Ausbauhandwerke und die Handwerke für gewerblichen Bedarf. Günstig war ebenfalls die wirtschaftliche Lage in den Bauhaupthandwerken und den Nahrungshandwerken, wobei in diesen Handwerken mit einer saisonal bedingten leichten Konjunkturabkühlung im ersten Quartal 2014 gerechnet wird. Schwäche zeigte die Konjunktur in den Gesundheits- und Kfz-Handwerken.

Für 2014 erwartet die Handwerkskammer eine positive wirtschaftliche Entwicklung.

Die Zahl der Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer Halle ging weiterhin leicht zurück. Sie sank zum Jahresende 2013 mit 14.968 Betrieben unter die 15.000er-Marke. Die Beschäftigtenzahl blieb mit 72.000 stabil. Die Umsatzentwicklung war ebenfalls gleichbleibend.

Thomas Keindorf ging beim Konjunkturpressegespräch auch auf die Entwicklungen ein, die auf die Reform der Handwerksordnung (HwO) vor zehn Jahren zurückführen sind: „Nach unseren Daten sind gut 40 Prozent der Handwerker Soloselbständige. In einigen Berufen wie dem Fliesenleger gilt: Wo es früher einen Betrieb mit zehn Mitarbeitern gab, drängeln sich heute zehn Ein-Mann-Betriebe. Ein Teil von ihnen sind sogenannte „Aufstocker“. Widersinnigerweise sind gerade sie von der Rentenversicherungspflicht befreit – und Altersarmut ist vorprogrammiert.“

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