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Höhere Gebühr ab 2021 Personalausweis wird teurer

Wer einen neuen Personalausweis beantragen will, muss künftig mehr dafür zahlen. Wie teuer er wird und womit die Erhöhung begründet wird.

Wer einen neuen Personalausweis braucht, muss künftig mehr bezahlen. Die Gebühr für die Ausstellung soll vom nächsten Jahr an deutlich von bislang 28,80 Euro auf 37 Euro steigen, wie das Kabinett am Mittwoch in Berlin beschlossen hat. Die fast 30-prozentige Gebührenerhöhung, die noch vom Bundesrat gebilligt werden muss, wird mit den gestiegenen Personal- und Sachkosten in den kommunalen Behörden begründet.

Von den Linken kam Kritik an der Erhöhung. "Die Ausstellung von Ausweisdokumenten ist keine Extra-Leistung der Behörden, sondern eine notwendige allgemeine Dienstleistung für alle Bürgerinnen und Bürger, die der Ausweispflicht unterliegen", sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion im Bundestag, Jan Korte, der Deutschen Presse-Agentur. "Dafür sollte genauso wenig eine Gebühr erhoben werden wie für die Bearbeitung einer Steuererklärung."

"Wenn allgemeine Personal- und Sachkosten in den kommunalen Behörden steigen, müssen diese Ausgaben von den öffentlichen Haushalten kompensiert werden", sagte Korte. Er forderte eine kostenlose Ausweis-Ausstellung einmal innerhalb der jeweiligen Gültigkeitsdauer.

Künftig auch digitale Passfotos gefordert

Das Bundeskabinett hatte bereits im Juni ein Gesetz auf den Weg gebracht, dass vorsieht, dass Fotos für neue Personalausweise künftig in digitaler Form vorliegen müssen. Was das für Fotografen bedeutet und weitere Infos zu dem Thema lesen Sie in diesem Artikel: >> Passfotos: Fotografen sollen Fotos bald digital übermitteln <<

Mit Inhalten aus dpa

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