IT + Kommunikation -

2.000 Maler befragt Per WhatsApp beim Händler bestellen: Na, warum denn nicht?

Mehr als jeder zehnte deutsche Maler hat es bereits getan, weitere 20 Prozent könnten es sich vorstellen. Die Rede ist von einer Bestellung per WhatsApp. Dass es noch nicht mehr sind, hat einen recht einfachen Grund.

Vier von fünf Deutschen haben WhatsApp auf ihrem Smartphone installiert. Warum einen Messenger, den so viele Menschen nutzen, nicht auch für andere Zwecke als nur zum Austausch mit Freunden und Familie einsetzen? Denken sich auf viele Maler, wie eine Studie der niederländischen USP Marketing Consultancy-Gruppe nun herausfand.

Das Marktforschungsinstitut fragte bei rund 2.000 Malern aus Italien, Spanien, Polen, Deutschland, Frankreich, Belgien, Großbritannien und den Niederlanden nach, ob sie schon einmal per WhatsApp bei einem Händler bestellt haben. Das Ergebnis: Etwa elf Prozent der Teilnehmer haben den Messenger bereits für Materialbestellungen genutzt, weitere 24 Prozent könnten es sich vorstellen.

Was die Studie auch zeigte: Wie aufgeschlossen europäische Maler für den Vertriebsweg sind, ist stark abhängig von ihrer Herkunft. Während in Italien bereits mehr als jeder vierte Maler (27 Prozent) per WhatsApp bestellt hat, waren es in Großbritannien gerade mal vier Prozent. Ähnlich verhält es sich bei der Aussicht auf eine WhatsApp-Bestellung in Zukunft. Auch hier liegen italienische Maler mit 37 Prozent vorne, während sich in Großbritannien nur jeder Zehnte vorstellen könnte per Messenger zu bestellen. Deutschland bewegt sich im europäischen Mittel. Etwa jeder zehnte Maler (11 Prozent) hat schon einmal per Messenger Material bestellt, weitere 20 Prozent könnten es sich vorstellen.

Studie Bestellen per WhatsApp Maler

Könnte die WhatsApp-Bestellung den traditionellen Vertriebswegen – Bestellung vor Ort, telefonisch oder per E-Mail – also bald den Rang ablaufen? Nein, sagt Studienleiter Stephane Mennen. Zumindest in naher Zukunft geht er davon aus, dass "die Mehrheit der Maler immer noch größtenteils ganz konservativ die klassischen Bestellwege nutzen werden – nicht zuletzt, weil der Altersdurchschnitt in diesem Gewerk europaweit vergleichsweise hoch ist." Des Weiteren bleibt abzuwarten, ob und wie der US-amerikanische Messengerdienst seinen Datenschutz an das europäische Recht anpassen wird. Eine hundertprozentig DSGVO-konforme WhatsApp-Nutzung im gewerblichen Bereich ist nach Ansicht der meisten Datenschützer derzeit nicht möglich. fre

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2018 - Alle Rechte vorbehalten