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Steuertipp "Ozapft is!": Steuerregeln zum Oktoberfestbesuch

In München und Umgebung ist es nicht unüblich, dass langjährige Geschäftspartner und wichtige Kunden auf das Oktoberfest in München ins Bierzelt eingeladen werden. Es gelten aber gewisse Spielregeln zur steuerlichen Bewirtung.

Liegen alle Voraussetzungen vor, dürfen 70 Prozent dieser Bewirtungskosten als Betriebsausgaben abgezogen werden. 100 Prozent der Umsatzsteuer werden als Vorsteuer erstattet. Es gibt jedoch ein paar Stolpersteine.

Rechnung über Bewirtung ist ein Muss

Damit das Finanzamt die Bewirtungskosten im Bierzelt in München als Betriebsausgaben in Höhe von 70 Prozent zum Abzug zulässt, muss eine Rechnung vorliegen. Dies sollte am besten vorher der Bierzeltbedienung mitgeteilt werden. Die Bierzelte sind alle mit Kassen ausgestattet und der Ausdruck der Rechnung funktioniert problemlos.

Auf der Rechnung muss vermerkt werden, wer eingeladen wurde und welcher Grund für die Einladung maßgeblich war (Besprechung neuer Aufträge, Lagebesprechung, etc.). Beträgt der Rechnungsbetrag mehr als 150 Euro muss die Bedienung unterschreiben und Ihren Namen als Bewirtenden eintragen. Alternativ kann die Rechnung auch nach Bezahlung an die Firmenadresse geschickt werden.

Bier- und Essensmarken verteilen ist keine Bewirtung

Erhalten die Kunden und Geschäftspartner nur Bier- und Essensmarken und werden vom Einladenden nicht begleitet, liegt steuerlich keine Bewirtung vor, sondern eine Geschenkaufwendungen. Betragen die Kosten für einen Beschenkten mehr als 35 Euro, scheidet ein Betriebsausgabenabzug aus. dhz

W eitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.

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