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Bundesregierung Ost-Rentner profitieren vom Aufschwung Ost

Nach Ansicht der Bundesregierung haben auch die Rentner in den neuen Bundesländern vom "Aufschwung Ost" profitiert.

Aufgrund der lohnbasierten Rentenanpassungsformel erhalte ein Ost-Rentner derzeit für jeden Entgeltpunkt 23,09 Euro, schreibt die Regierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion. Am 1. Januar 1992 sei jeder Entgeltpunkt Ost noch mit umgerechnet 12,05 Euro bewertet worden.

Weiter heißt es, die Entwicklung der aktuellen Rentenwerte folge grundsätzlich der Lohnentwicklung. "Steigen die Löhne in den neuen Bundesländern schneller als in den alten Bundesländern, so kommt es in Folge dessen zu einer Angleichung der aktuellen Rentenwerte", betont die Regierung. Es sei außerdem gewährleistet, dass der aktuelle Rentenwert in den neuen Bundesländern mindestens im gleichen Umfang steige wie in den alten Ländern. Bis wann es zu einer Angleichung der Rentenwerte in Ost und West kommen wird, hänge im Wesentlichen von der wirtschaftlichen Entwicklung in Ost und West ab, heißt es weiter.

Seit dem 1. Juli 2007 liegt der Rentenwert im Westen bei 26,27 Euro und im Osten bei 23,09 Euro. So erreicht ein Versicherter, dessen Biografie mit dem des Standardrentners übereinstimmt, derzeit eine Monatsrente von 1.182,15 Euro in Westdeutschland und 1039,05 Euro in Ostdeutschland. Der sogenannte Standard- oder auch Eckrentner ist eine für statistische Zwecke erfundene Musterperson. Er hat das 65. Lebensjahr vollendet und 45 Jahre lang mit seinem Durchschnittsverdienst in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt. Der Verdienst entspricht dabei jeweils dem Durchschnittseinkommen aller Versicherten der gesetzlichen Rentenversicherung.

ddp

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