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Sechs Tipps für die Azubi-Suche Offene Lehrstelle? So finden Sie jetzt noch Azubis

Ihnen fehlt noch ein Azubi? Mit dem offiziellen Ausbildungsstart zum 1. September ist es für Betriebe noch nicht zu spät, nach geeigneten Kandidaten zu suchen. Wir haben sechs Tipps für die Azubi-Suche zusammengestellt.

Der Wettbewerb um gute Azubis wird immer größer. Die Zahl der Jugendlichen, die sich für eine Ausbildung entscheiden, sinkt und immer mehr Stellen bleiben unbesetzt. Im Handwerk sind derzeit noch rund 30.000 Lehrstellen offen. Es ist noch nicht zu spät für die Azubi-Suche, denn viele Jugendliche haben noch keinen Ausbildungsplatz. So besetzen auch Sie noch Ihre offenen Lehrstellen.

1. Vermittlung durch Handwerkskammern

Eine hilfreiche Unterstützung bei der Suche nach Azubis sind die Handwerkskammern, Innungen und Fachverbände. Die Lehrstellenbeauftragten dort sind eine wichtige Anlaufstelle für Schulabgänger und können daher schnell Kontakte zwischen Arbeitssuchenden und Arbeitgebern vermitteln.

Dies funktioniert aber nur, wenn die Lehrstellen auch gemeldet werden. Der Sächsische Handwerkstag zählt aktuell noch rund 1.000 offene Stellen. In Baden-Württemberg gab es Ende Juli noch rund 4.263 offene Stellen bei den Kammern. Vor allem im Bauhandwerk, in Gesundheitsberufen und im Nahrungsmittelhandwerk wird gesucht.

2. Vermittlung durch Arbeitsagenturen

Der klassische Weg, um Azubis zu finden, läuft nicht nur über die Kammern, auch über die Arbeitsagenturen vermitteln Auszubildende. Online können Arbeitgeber hier freie Ausbildungsplätze in der Jobbörse einstellen. Hier lohnt sich aber auch immer ein kurzer Anruf. "Wir haben viele Jugendliche gelistet, die ihre erste Priorität bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz nicht bekommen haben und sich nun nach einem alternativen Berufsfeld umschauen", erklärt Paul Ebsen, Pressesprecher der Arbeitsagentur für Arbeit in Nürnberg.

3. Suche in Schulen

Eine weitere Möglichkeit sind die Berufsschulen und die allgemeinbildenden Schulen. Einige Berufsschüler sind nach einem Lehrjahr vielleicht auf der Suche nach einer neuen Ausbildungsstelle. In Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien lohnt es sich ebenfalls eine Ausschreibung am Schwarzen Brett anzupinnen. Nach den Sommerferien kann es sich lohnen - als Vorbereitung für die kommenden Jahre - in die Klassen zu gehen und den eigenen Betrieb vorzustellen.

4. Suche über Fernsehen, Radio und Zeitung

Unabhängig vom Standort können Arbeitgeber auch Beiträge im Fernsehen und im Radio schalten, um so auch Lehrlinge aus entfernteren Regionen auf sich aufmerksam zu machen. Die Suche über die regionale oder überregionale Zeitung bietet sich in diesem Falle auch an und ist günstiger. Insbesondere kleinere Betriebe können so für ihr Ausbildungsangebot werben

5. Suche in Online-Stellenbörsen

Eine weitere Quelle, um noch Azubis zu finden, beziehungsweise sich von Bewerbern finden zu lassen, sind Online-Stellenbörsen. Zwei der bekanntesten sind die Lehrstellenbörse und das Lehrstellenradar 2.0. Bei beiden Angeboten können Lehrstellen nach Region gesucht werden. Der Lehrstellenradar ist auch als kostenlose App erhältlich und hat fast alle Regionen in Deutschland gelistet. Hier können Arbeitgeber auch Praktikumsstellen ausschreiben. Ansprechpartner sind die regionalen Handwerkskammern.

6. Werbung auf Fahrzeugen

Werbung auf den Firmenwägen ist eine weitere Möglichkeit, potenzielle Ausbildende anzusprechen. Wenn die Autos viel unterwegs sind, sehen unzählige Menschen die Werbung. Nur zu lang darf die Stellenanzeige dann nicht sein - den Lesern bleibt meist nur wenig Zeit.

Mit dem Ausbildungsstart ist noch lange nicht Schluss. Alle Suchenden, sowohl Arbeitgeber und Azubis, haben noch die Chance etwas Passendes zu finden. Auch die Einstiegsqualifizierung kann für beide Seiten noch eine Möglichkeit sein, den richtigen Lehrling oder die richtige Lehrstelle zu finden. jb/fre

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