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Neuer Bildungsbericht OECD: Bessere Beschäftigungschancen für Nichtakademiker

Eine gute Ausbildung schützt vor Arbeitslosigkeit. Das bestätigt die OECD mittlerweile auch der dualen Ausbildung.

Die Arbeitsmarktchancen für beruflich qualifizierte Fachkräfte haben sich nach dem jüngsten OECD-Bericht in Deutschland weiter verbessert. "Berufliche Bildung und akademische Bildung sind bei uns gleichwertige und zukunftsfähige Karrierealternativen", sagte auch Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) bei der Vorstellung des Berichtes. Diesen Wettbewerbsvorteil im internationalen Vergleich wolle sie weiter ausbauen. Außerdem möchte sie sich dafür einsetzen, dass alle Menschen in Deutschland die gleichen Chancen in Bildung, Ausbildung und Beruf haben.

Wie der Bericht deutlich macht, ist die Beschäftigungsquote für junge Erwachsene zwischen 25 und 34 Jahren mit einer dualen Ausbildung oder einem vergleichbaren Abschluss im mittleren Qualifikationsbereich um sechs Prozentpunkte von 77 Prozent im Jahr 2007 auf 83 Prozent im Jahr 2017 angestiegen. Sie liege damit nur knapp unter der Beschäftigungsquote für junge Erwachse mit einem tertiären Abschluss von 87 Prozent. Zu diesen zählen Abschlüsse von Hochschulen und Berufsakademien sowie der Meister und Techniker.

OECD schätzt Wert einer Meister- und Technikerausbildung

ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke begrüßte, dass die OECD in ihrem Bericht der beruflichen Bildung erneut einen hohen Stellenwert bescheinige. Dies sei nach Jahrzehnten, in denen gerade die OECD vor allem das Studium als Königsweg beruflicher Qualifizierung beworben hat, ein wichtiger Schritt. Als Erfolg wertete er, dass die OECD mittlerweile auch Techniker und Meister zu den Absolventen im tertiären Bereich zähle.

ZDH: Berufsbildungspakt endlich mit Leben füllen

Wer einen Meister oder Techniker mache, müsse aber auch finanziell besser unterstützt werden. "Wir brauchen endlich eine gleichwertige finanzielle Unterstützung der höheren Berufsbildung, um auch die Karriereperspektiven der beruflichen Bildung finanziell attraktiver zu machen", forderte er. Der im Koalitionsvertrag vereinbarte Berufsbildungspakt müsse jetzt endlich inhaltlich gefüllt und mit entsprechenden finanziellen Ressourcen ausgestattet werden.

Wie Bundesbildungsministerin Karliczek weiter sagte, kommt die Integration von Zuwandern in den Arbeitsmarkt zwar gut voran. Es gebe aber noch viel zu tun. Eine besondere Herausforderung besteht nach den Angaben ihres Ministeriums darin, auch diejenigen zu erreichen, die als Jugendliche oder junge Erwachsene eingewandert sind und womöglich einen Schul- und Ausbildungsabschluss nachholen müssten.

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